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Alexandra

Der Bücherwahnsinn

Hier findet ihr nur meine Rezensionen, wer mehr von mir lesen möchte sollte sich mein Literaturblog Der Bücherwahnsinn anschauen. Würde mich freuen! Ansonsten, hier weiterhin viel Spass!

Alles so leicht - Mag Haston

Alles so leicht - Meg Haston, Natalie C. Sousa, Alexandra Ernst
Hallo, mein Name ist Stevie und ich habe einen Plan. Ich hungere mich zu Tode. Denn ich bin Schuld am Tod meines Bruders, ich hab ihn umgebracht darum verdiene ich es nicht zu leben. Ja, das ist mein Plan, auch wenn es mein Vater zu verhindern sucht in dem er mich in ein Therapiezentrum steckt. Ich werde schon eine Lösung finden um mein Vorhaben umzusetzen... 
 

Der Anfang...

Noch siebenundzwanzig Tage bis zur Freiheit, und ich bin gefangen in einem Blechkasten mit grau bezogenen Sitzen und den künstlichen Pina-colada-Gestank eines Wunderbaumes, der am. Rückspiegel baumelt. 
Josh - Verzeihung! Joshua - würde mich vermutlich ein hysterisches Huhn nennen. Manchmal stelle ich mir vor, wie er solche Dinge sagt. Es ist nicht so, dass ich seine Stimme höre oder er mir im Traum erscheint oder irgend so ein Quatsch. Aber wenn ich ganz still bin, kann ich beinahe - nur beinahe - die Worte verstehen.
 

Meine Gedanken zum Buch

Ich wurde auf das Buch aufmerksam weil es bei uns auf der Arbeit als Leseex. bei den Jugendbüchern stand. Einfach weil mir das Cover gleich ins Gesicht sprang. Ich mag solche Buchumschläge die so minimalistisch sind. Die Deutsche Ausgabe des Cover gefällt mir ein kleinen ticken besser, auch wenn es nur minimal vom Original abweicht. Der Titel ist dafür ganz anders. "Alles so leicht" Gefällt mir dieses mal bei weitem besser, irgendwie. Den "Paperweight"kann ich so gar nicht mit der Geschichte in Zusammenhang bringen. Wirklich. Als ich den gelesen habe sah ich so aus

Dem tod die Hand reichen

Dem Tod die Hand reichen - Terry Pratchett, Gerald Jung

Zum Buch

Es ist ein Buch welches nicht persönlicher sein kann. Terry Pratchett war ein wirklich toller Autor, wer seine Scheibenweltromane kennt, weiss wovon ich rede. Seine Fantasygeschichten sind einfach fantastisch, voller Humor und wirklich intelligent. Dann vor über 7 Jahren, wurde bei ihm eine seltene Form der Alzheimererkrankung festgestellt. Er outet sich und sagte das er noch so lange Scheiben würde wie es eben ginge, was er auch getan hat.

Kurz nach dem die Diagnose Terry's Leben auf den Kopf gestellt hat, trat die Familie Dimbleby im Herbst 2009 an ihn heran und fragten ihn ob er nicht an der jährlichen Richard Dimbleby Lecture einen Vortrag halten wollen würde. Und nach kurzer Überlegung sagte er zu, denn er hatte viel zu sagen. So entstand dann dieser Vortrag "Shaking Hands with Death".

Der Anfang...

Im Herbst 2009 frage die Familie Dimbleby bei Terry an, ob er die alljährliche Richard Dimbleby Lecture halten wolle, eine im Fernsehen übertragene Rede im Rahmen einer Vortragsreihe, die von er Familie vier Jahrzehnte zuvor zur Erinnerung an den Journalisten Richard Dimbleby ins Leben gerufen worden war. 
 

Meine Gedanken zum Buch

Dieses Büchlein ist nicht nur optisch ein wirklich tolles Buch. Aber das Cover gefällt mir wirklich gut! So schlicht, und doch mit hohem Erkennungwert. Denn der Hut war das Erkennungszeichen von Terry Pratchett. Auch der Titel find ich schön gewählt auch wenn es im Originalen etwas lockerer daher kommt. Was etwas besser zu ihm gepasst hätte, meiner Meinung nach.

Da dieses ein Rede, ein Vortrag ist, ist der schreibst natürlich ganz anders als den wir sonst in den Büchern vorfinden. Schliesslich kann man das ja nicht vergleichen. Aber es lässt sich gewohnt leicht lesen. Terry wurde in diesem Vortrag sehr persönlich. Er erzählt uns ehrlich wie es ihm geht. Nicht nur grade während der Vortrags, sondern im Alltag. Was die Diagnose mit ihm, seiner Familien und Bekannten angestellt hat.  Das er sich alleine gelassen fühlt mit der Krankheit, das er aber gleichzeitig Zuspruch bekommen hat von Menschen die er nicht kannte. Durch Briefe, die eingetroffen sind nachdem er bekannt machte das er Alzheimer hat. Er verrät und aber auch etwas über seine Wünsche, und ein Wunsch ist ihm sehr ans Herz gewachsen. Das selbstbestimmte sterben. Er machte sich die letzten Jahre für "Sterbehilfe" stark. Wie wichtig diese Selbstbestimmung doch ist und das man dafür kämpfen muss um das Tabu aufzuheben.

Rob Wilkins, welcher das Vorwort im Buch geschrieben hat, verrät uns das Terry erst bedenken hatte so offen und ehrlich über das Thema zu schreiben, aber wie sich am Schluss herausstellte, war diese Angst völlig unbegründet, denn der Vortrag kam mehr als nur gut bei den Zuschauern an. Wilkins erzählt uns auch das Terry angst hatte den Vortrag nicht selber abhalten zu können, denn er hatte schon ziemlich Mühe mit der Wortfindung und so haben sie sich entschieden den Vortrag vortragen zu lassen, schliesslich sind die Gedanken und Worte zum Thema zu wichtig. Und der Zufall wollte es so das Tony Robinson, ein befreundeter Schauspieler, an diesem Tag in London eintraf und man ihn bat den Vortrag zu sprechen.

Wir sollten uns um ein gutes und erfülltes Leben bemühen, und am Ende dieses Lebens, in unserer vertrauten Umgebung und im Kreis unserer Lieben, um ein Tod, für den es sich zu sterben lohnt.
Terry Pratchett

Terry Pratchett hat die letzten Jahre viele Interviews gegeben, in Zeitschriften, am TV, aber ich denke, dieses war ihm besonders wichtig. Es ist authentisch und lässt tief in seine Seele blicken. Ich kann dieses Büchlein wirklich jedem ans Herz legen, nicht nur den Fan's von ihm. Denn das Thema und das Tabu rum diese Krankheit und vor allem um die "Sterbehilfe" sollten in der Gesellschaft viel intensiver ausgetragen werden. Die Worte regen zum nachdenken an. Vielleicht schafft es Terry mit seinem Vortrag das manch einer sogar umdenkt.

Still Alice von Lisa Genova

Still Alice: Mein Leben ohne Gestern - Lisa Genova, Veronika Dünninger
Hallo, mein Name ist Alice und bin 50 Jahre alt und mein Leben ist bald vorbei. Ich wurde auf eine seltene, frühauftretende Alzheimer-Erkrankung diagnostiziert. Ich habe Angst, denn ich weiss in etwa was auf mich zukommt. Ich werde meine Arbeit als Professorin vielleicht schon bald nicht mehr ausführen können, meine Forschungen, meine Reisetätigkeit wird auch eingeschränkt werden. Nur wie  schnell wir das alles voranschreiten? Wie schnell werde ich Dinge vergessen, mein zu Hause nicht mehr finden, meine Familie nicht mehr erkennen, mich selber vergessen? 
 
Wie lange werde ich noch ich sein...?
 

Der Anfang:

Alice sass an ihrem Schreibtisch im Schlafzimmer, abgelenkt von den Geräuschen aus dem Erdgeschoss, wo John offenbar von einem Zimmer ins nächste rannte. Sie musste vor ihrem Flug noch die fachliche Beurteilung für einen Aufsatz fertig stellen, der bei der Zeitschrift für Kognitive Psychologieeingereicht worden war, und sie hatte soeben denselben Satz drei mal gelesen, ohne ihn zu verstehen. 
 

Meine Gedanken zum Buch

Ich habe das Buch schon lange auf dem Bildschirm gehabt. Und zwar als es das erste mal erschienen ist. Da sah das Cover natürlich viel anderes aus. Es hat mir sehr viel besser gefallen als jetzt das Film-Cover. Denn es war weiss und in blau waren Schmetterlinge angedeutet. Wer das Buch kennt weiss was es damit auf sich hat. Aber eben, wichtig ist was drinnen steht. Der Titel passt auch und wurde aus dem englischen Übernommen.

Was den Schreibstil von Lisa Genova angeht, der ist leicht und flüssig zu lesen. Angenehm und passend zum Thema. Die Kapitel sind zwar etwas länger als manch andere aber diese und immer wieder mit Absätzen unterteilt, so wurde es nicht langatmig. Die Autorin hat wirklich sehr viel recherchiert und konnte so eine wirklich authentische Geschichte schreiben die nicht zu rührselig ist und doch tief bewegt.

Die Geschichte um Alice ist eine, welche für viele Menschen ein Tabuthema ist. Oder zumindest Angst auslöst weil man selber nie weiss, ob es einen irgendwann trifft. Was aber wahrscheinlich ist, da wir Menschen ja viel älter werden als früher und die Wahrscheinlichkeit stark gestiegen ist an der Altersbedingten Form der Alzheimererkrankung zu erkranken. Aber hier im Buch geht es um eine noch Frau im alter von 50 die diese schreckliche Diagnose gestellt bekommt. Und zwar die früh einsetzende Form, die genetisch bedingt ist, was man auch testen kann. Also Alice ist eine sehr erfolgreiche Professorin an der Uni und ist sehr begehrt an Kongressen. Sie reist viel, hat viele Artikel und ein Buch geschrieben, ist glücklich verheiratet, hat 3 erwachse Kinder und keiner, zu letzt Alice hätte an so einen Schlag gedacht als ihr selber auffiel das sie gewisse Dinge vergisst die noch vor kurzer Zeit kein Problem war. Schliesslich befand sie sich sicher in der Abänderung, was ja all die Symptome auch erklären könnten. Darum dachte sich niemand dabei, vor allem weil ihr Stresspegel auch nicht grade niedrig war. Aber als sie eines Tages nicht mehr wusste wo sie sich befand und nicht mal mehr wusste wo sie zu Hause war, überhand sie sich und ging zum Arzt. Und der Ball geriet ins rollen...

Lisa Genova hat es wirklich geschafft eine sehr authentische Geschichte über diese Krankheit zu  schreiben. In meinem nahen Bekanntenkreis ist auch jemand daran erkrankt, nicht an der frühen Form sondern der Altersdemenz und ich weiss was für einen Verlauf das nimmt und wie ein Mensch abbaut und wie er sich selber das "gestern" vergisst, irgendwann sich selber und alles andere. Wie man körperlich abbaut und wie man auf das vermeintliche zusteuert. Aber auch was es bedeutet als Partner betroffen zu sein, oder als Kind. Was die Ängste angeht, die die Kranken haben, da unterscheiden sie sich kaum von denen anderen sterbenskranken Menschen. Nur dahingehend was die betreffende Krankheit an sich. Aber egal welche Krankheit es ist, wenn man weiss das man stirbt drehen sich wohl bei allen die Gedanken im gleichen Kreis.

Alice ist eine wirklich starke Frau die nicht aufgeben will. Die aber weiss, was sie nicht will. Dahin siechen, den anderen zur Last fallen, nur noch eine Hülle zu sein ohne ihr Bewusstsein. Man durchlebt mit ihrige Ängste, die sehr real sind, man versteht ihre Wut darüber eine "Aussätzige" zu sein. Sich unverstanden zu fühlen, zu merken wie andere beginnen für sie zu entscheiden und so weiter. John, ihr Ehemann auch selber sehr intelligent und Wissenschaftler an der Uni, hat mit dieser Diagnose genau zu zu Kämpfen. Er durchlebt seine Ängste genau so wie Alice, er macht sich natürlich ein wenig andere Gedanken. Er wirkt oft sehr egoistisch, distanziert, manchmal sogar gemein, und doch... Auch wenn uns das zuwider ist, also mir war es, sollte man sich in ihn hinein versetzen zu versuchen. Vielleicht hätte man manches anders gemacht, aber wie wollen wir heute Sagen wie wir reagieren würden, wenn wir dann mal an der selben Stelle stehen würden, was unwahrscheinlich ist.

Alice hingegen kann ich voll und ganz verstehen. Man kann ihre Wünsche sehr gut nachvollziehen, die hätte ich auch. Sie kämpft um sich, um ihre Zeit, die ihr noch bleibt. Um ihr Ich, um das Heute und die Tage die noch kommen sollen.

Ihre 3 Kinder, so unterschiedlich sie sind, wollen schlussendlich alle das selbe, sie die Zeit die ihnen noch bleibt so gut es geht auskosten. Erlebnisse, Erinnerungen und Liebe noch teilen, solange Alice es noch weiss. Wollen es ihr so einfach wie möglich machen und würden wohl viele Aufgeben wenn es sein müsste.

Lisa Genova hat mir mit diesem Buch noch ein Highlight in diesem Jahr beschert welches ich wirklich jedem nur ans Herz legen kann. Eine Geschichte über ein schwieriges Thema, dessen Verlauf und voller Emotionen aber ohne rürselig zu werden.

Blueescreen - Dan Wells

Bluescreen - Dan Wells
Mein Name ist Miri, also Marisa, und ich lebe in Los Angeles, genauer gesagt in Mirador. Wir schreiben das Jahr 2050 und unser Leben ist, na ja, mehr oder weniger sorgenfrei, auf alle Fälle für uns privilegierten. Ich gehe noch zur Schule, verbringe aber meine freie Zeit mit gamen in der VR und Party machen. Wenn man denkt wie man früher lebte, das ist eigentlich noch nicht mal so lange her, dann kann ich mir das gar nicht vorstellen, denn wir sind vernetzt. Immer und überall. Nein, nicht mit den altmodischen Smartphone und so weiter, sondern wirklich vernetzt. In unserem Gehirn haben wir Implantate, so genannte Djinni's, damit bist du 24 Stunden vernetzt. Gut nicht alle, wie schon gesagt aber viele. Dann haben wir auch noch die Nulli's die viele Aufgaben für uns übernehmen, und das nicht nur im Haushalt. Zocken ist auch viel besser geworden, wir brauchen keine Spielkonsolen mehr, durch unsere Inplantate im Gehirn wird eine wirkliche andere Welt, die VR geschaffen. Da bist du wirklich mitten drin. Gut, Kriminalität gibt's auch heute noch, die Gier nach Macht und Geld hat nicht aufgehört zu existieren, genau so wenig wie Drogen. Und eine neue Art dieses Giftes greift grade um sich und ich und meine Freunde werden versuchen dem ganzen auf die Spur zu kommen. So was gab bis jetzt noch nie, und wenn wir es nicht schaffen diese Droge aus der Welt zu schaffen, gibt es bald keine mehr... 
 

Der Anfang...

"Quicksand ist tot". Sahara Stimme drang knisternd aus dem Funkgerät. "Und Fang auch. Ich konnte mich noch mit knapper Not aus dem Kampf zurückziehen". 
"Sie haben Anja mit einem doppelten Blitzangriff überrumpelt." Marisa hockte sich hinter die Kante eines geborstenen Oberlichts. "Ich wollte sie retten, aber auf der anderen Seite des Daches haben ich die Lange aufgeklärt und bin nicht rechtzeitig zurückgekommen". 
 

Meine Gedanken zum Buch

Dieses Buch hab ich bei Piper im Novitätenkatalog im Frühling entdeckt, den sie mir Zugesendet haben. Und als ich die Zusammenfassung las, war ich neugierig, den das Thema geht uns alle an und soweit weg ist es auch nicht mehr mit der VR und KI. Also nahm ich das Angebot mir das Rezensionen. an zu fordern danken an und freut mich auf das Buch. 
 
Dan Wells wird vielen ein Begriff sein, mir auch auch wenn ich von ihm erst 1 Buch gelesen habe, nämlich den ersten Teil der Serienkiller-Trilogie. Und da ich den schreibst kannte, und mich das Thema interessierte freue ich mich wirklich auf das Buch. Tja, leider muss ich sagen das ich viel zu hohe Erwartungen hatte. Aber erst mal von Anfang an. 
 
Cover und Titel passen hervorragend zum Buch. Da hab ich nichts aus zu setzen. Man wird auch hier gleich dem Thema zugeführt. Auf dem Cover sieht man eine Computerplatine und man weiss so, um was es geht. 
 
Was den Schreibstil angeht von Dan Wells, ja, der ist eigentlich leicht und flüssig zu lesen, bis auf die immer mal wieder eingeworfenen spanischen Ausrufe. Die mich manchmal echt nervten denn, ich kann kein spanisch und nicht allseits immer selbsterklärend. Man hätte das echt weg lassen oder dann wenigstens am Schluss des Buches eine Übersetzung dazu geben können. Auch die neu kreierten Wörter sind nicht so schlimm, sie sind einfach und man ist schnell im Bilde für was die Dinger gut sind. Nur manch ein Kapitel war für mein Empfinden zu lange, man hätte sie gut etwas kürzen können, dann hätte das ganze vielleicht etwas mehr Tempo bekommen. Mir kam es oft vor das der Autor mit angezogener Handbremse geschrieben hat. Ich denke, eben, das dieses Thema nicht so einfach ist für ein Jugendroman. Ich mein VR und KI sind Themen wo sich manch Erwachsener noch nicht mal informiert hat, oder es für noch Zukunftsgedöns hält. 
 
Und nun sicher zum wichtigsten Teil, die Geschichte. Hat man die ersten 136 Seiten geschafft, die gefüllt sind mit oberflächlichem Teenie Geblabel, zocken und Party machen, dann kann man sich auf ein interessantes Thema freuen. Ich war wirklich kurz vor dem abbrechen, aber der Autor hat grade mal so noch die Kurve gekriegt. Es erwartet und dann aber eine Geschichte die gar nicht mehr so sehr Sci-Fi ist wie vielleicht manche denken, denn wir nähern uns mit grossen Schritten dieser Realität. VR ist zwar noch nicht in diesem Ausmass möglich wie in diesem Buch, aber es wird auch schon länger an KI gewerkelt. Genauso sind wir in der Medizin schon ein ganzes Stück weit gekommen mit bionischen Protesten. Was alles in 35 Jahren möglich sein wird, das wird sich zeigen. Die Geschichte nimmt aber vor allem das Thema der Sicherheit auf, oder eben eher der Verletzlichkeit des ganzen. Viren wird es auch in Zukunft geben. Alles ist vernetzt, inzwischen auch unter zu Hause. Die Autos, und keiner denkt wirklich daran was alles passieren kann wen jemand dieses System hackt! Online zu sein hat seinen Preis, zwar hat es wie alles seine positiven Seiten aber man sollte nicht blind für die Gefahren werden. Denn je mehr man sich vernetzt je abhängiger und angreifbarer wird man. Und nicht auszudenken was das für Schäden anrichten kann! 
 
Marisa ist die Protagonistin neben ihren Freunden Sahara, Anja, Omar, Bao, Fang. Jugendliche die mit dieser Art zulegen aufgewachsen sind. Nichts neues ist ständig online zu sein. Sie sind mir alle mehr oder minder sympathisch, am Anfang des Buches zu kindisch, was sich dann aber schlagartig ändert sobald es um die "Wurst" geht. Was ich dann doch etwa unglaubhaft fand. Und die Naivität von Marisa ist mir manchmal echt zu viel. Am glaubhaftesten kam mir Sahara und Bao rüber. Intelligent, aber nicht zu altklug, unvorsichtig und naiv. Ich denke, ob wohl manch Jugendroman in jedem alter gelesen werden kann, und ich lese viele Jugendbücher und gerne, kann ich das hier nicht behaupten. Ich denke ich bin einfach zu alt für diesen Roman. Einem 14 jährigen oder 16 Jährigen mag das Buch fantastisch finden aber ein erwachsener wird sich hier wohl zu wenig identifizieren können, nicht wegen des Themas, das geht uns schliesslich alle an, aber wegen der Umsetzung der Charaktere und der Geschichte. 
 

Mein Schlussfazit

Tja, für mich leider kein gelungener Auftakt der neuen Reihe von Dan Wells. Das wichtige Thema ging leider in der Oberflächlichkeit verloren. 

Das Paket von Sebastian Fitzek

Das Paket: Psychothriller - Sebastian Fitzek
 
 
Hallo mein Name ist Emma, ich bin Psychiaterin und meine Welt ist nicht mehr die, die sie sein sollte. Ich glaube ich werde wieder verrückt, ich werde von Wahnvorstellungen geplagt nach dem mir was unsagbar schlimmes zugestossen ist. Keiner glaubt mir wirklich, nur das offensichtliche steht für alle ausser Frage, das ich Verrückt werde und meinen Verstand verliere. Nichts ist mehr wie es sein sollte, seit ich das verdammte Paket für meinen unbekannten Nachbarn angenommen habe. NICHTS!! BITTE HELFT MIT.....


Der Anfang...

Als Emma die Tür zum Schlafzimmer ihrer Eltern öffnete, ahnte sie nicht, das sie dies zum letzten Mal tun würde. Nie wieder würde sie sich, mit einem Stofftier bewaffnet, nachts um halb eins an ihre Mutter kuscheln, vorsichtig bemüht, Papa beim Ins-Bett-Krabbeln nicht aufzuwecken, der im Traum mit den Füssen strampelte, zusammenhangslose Worte murmelte oder mit den Zähnen knirschte. 

Meine Gedanken zum Buch

Zehn Jahre Sebastian Fitzek!!  Zehn Jahre Spannung, wirklich abgedrehte Geschichten, die aber nie , wirklich nie, den Faden verloren haben, die mit den Jahren immer etwas grausamer, blutiger geworden aber einfach immer noch die Besten sind. Und doch ist dieser Roman nicht so grausam wie die letzten von ihm, er ähnelt eher wieder den Büchern in seiner Anfangszeit. Klar, waren nicht alle im gleich gut, aber ein wirklich schlechtes hab ich noch nie gelesen von ihm. Das Schwächste von allen war für mich "Amokspiel". Es war ganz nett und sicher spannend, aber mir hat da das gewisse etwas gefehlt. Aber danach fand ich eigentlich alle Bücher äusserst spannend, die Ideen immer sehr interessant keins war für mich weniger als ne 4 wert. Ich hoffe wirklich, das es noch viele weiter solch tolle ,  spannende und  nervenaufreibende Bücher von ihm zu lesen geben wird. Also erstmal....
 
Herzliche Gratulation her Fitzek zum zehnjährigen Autorenjubiläum, auf viele neue tolle und grausame Ideen! 
 
So, aber nun zum Buch, darum geht es hier ja aber das musste ich jetzt mal schnell loswerden. 
 
Das Buch kommt einfach toll daher. Eingepackt in ein Paket!! Diese Jubiläumsausgabe ist Limitiert. Ab der zweiten Auflage gibt's das tolle Paket dann ohne Paket *gg* Und es ist auch sonst etwas anders als andere Hardcover, denn es besteht eigentlich nur aus einem Einband. Also ohne Schutzumschlag dafür bedruckt, wie man sieht und gestylt wie ein richtiges Paket, eingewickelt in das bekannte Packpapier. Also, danke an den Verlag, super Idee!! Der Titel ist natürlich passend, passender könnte es nicht sein, kurz und auf den Punktgebracht, denn an diesem ominösen Paket die ganze Geschichte. Auch wenn es zu Emma noch eine Vorgeschichte gibt, die alles was mit diesem Fall zu tun hat, zusammenhängt. 
 
Natürlich muss ich auch hier wieder was über den Schreibstil schreiben, denn er ist wie immer bei den Büchern von ihm, spannend, von Anfang bis Ende, rasant, verzwickt, und sehr komplex. Mal nicht aufgepasst und man muss zurück blättern. Die Kapitel switschen in der Zeit vor uns zurück, aber das wird gut gekennzeichnet. Denn es steht immer in welchem Moment wie uns grade befinden. 
 
Zur Geschichte kann ich nur wieder sagen... Nervenaufreibend. Oh man, er nimmt uns wieder mit in eine totale kranke Welt. Emma, die Protagonistin hat als Kind schon schlimmes erfahren. Sie hatte ein totales Arschloch von einem Vater. Gut, er war sicher auch nicht grade geistig gesund, Choleriker sind das ja nie. Dennoch ist so ein verhalten für Kinder schlimm und hinterlassen Spuren, was natürlich auch Emma nicht erspart geblieben ist. Dennoch reifte sie zu einer intelligenten Frau, die ihre eigene Psychiatrische Praxis hat, sie ist glücklich verheiratet und hat auch tolle Freunde. Bis zu diesem Moment der alles kaputt macht, nicht nur ihre Zukunft sondern auch ihre Seele! Stellt euch vor, ihr werdet überfallen, vergewaltigt, seelisch missbraucht und keiner, auch wirklich keiner glaubt euch so richtig, nicht mal der eigen Mann, die beste Freundin. Denn sie kommen immer mit der Vergangenheit daher und sagen das sie halt ne blühende Phantasie hätte. Wie würdet ihr euch fühlen? Dach diesem Vorfall geht es ihr natürlich schlecht, sie wird paranoied und kann nicht mehr auf die Strasse, Monate verbringt sie im Haus. Als wär das nicht schlimm genug, nimmt sie, trotz komischem Gefühl ein Paket für einen nicht anzutreffenden, ihr total unbekannten, Nachbarn an. Aus einer normalerweise harmlosen und Gutgemeinten Tat, beginnt für Emma der Albtraum ihres Lebens.... 
 
Emma ist mir schon nach den ersten 2 Seiten total ans Herz gewachsen. Man fühlt mit ihr, hat Verständnis und ehrlich, während des ganzen Romans, egal wo man grade steht mit seinen Gedanken wer nun schuld ist, wer welche Spielchen spielt und so weiter, fragt man sich nur, Himmel Herrgott, wer ist so krank und tut jemandem so was an?! Ihren Ehemann, Phillips, konnte ich teilweise verstehen aber je länger je mehr fand ich ihn einfach nur noch herzlos und arrogant. 
 
Ja, Fitzek hat es wieder hervorragend geschafft, eine sehr spannende Geschichte zu erzählen, uns aber nie sicher sein zu lassen wer nun auf welcher Seite steht. Er nimmt uns mit in die Welt zwischen Realität und Wahn, die so leicht verschwimmen können das man selber nicht mehr weiss wo einem der Kopf steht. Man wird von einer Seite zur anderen gerissen, nur um nach wenigen Minuten total ratlos wieder am Anfang zu stehen. Immer wieder überrascht er uns mit Wendungen die sich so vorher gar nicht angezeigt haben, vielleicht mal kurz, aber die haben wir ja eh schon wieder verworfen. Ja ja, wie blöd. Ich staunen immer wieder das er selber nicht durcheinander kommt und plötzlich dasteht mit einem Schluss der nicht aufgeht. Respekt. 
 
In diesem Buch hält er sich viel mit Psychologie und dessen Analyse auf. Was ich wirklich sehr spannend fand. So in dem Ausmass kam das, glaube ich, noch nie bei ihm vor.
 

Mein Schlussfazit

Ein typischer Fitzek-Roman, eine rasante Geschichte die uns wieder mitnimmt in die Tiefen der kranken Psyche. Voller überraschenden Wendungen und nervenaufreibend ist. Ein Muss, nicht nur für alle Fitzek-Fans sondern auch für alle die wirklich gute Psychothriller lieben. Auch wenn es ein paar wenige Stimmen gibt, die total enttäuscht zu sein scheinen, ich kann es, ehrlich gesagt, nicht  nachvollziehen. 

 

Zur Geschichte

 

Unanständige Frauen lesen und trinken Kaffee

Unanständige Frauen lesen und trinken Kaffee: Roman - Sophie Hart, Andrea Brandl
Hallo, mein Name ist Estelle und ich bin alleinerziehende Mutter von einem Teenie. Ich kommen seit der Scheidung mit meinem Ex besser aus als zuvor, ich bin glücklich, soweit, nur machte ich mir sorgen um mein Café. Rund herum schliessen die kleinen Läden, zuletzt trage es eine Buchhandlung, keine gute Zeit für den Kleinhandel wie ihr merkt. Also musste ich mir wohl mal Gedanken machen wie ich mehr Leute in den Laden bringen. Und da kam mir eine Idee, ein Buchclub wär doch toll? Also schaltete ich eine Anzeige und hoffte auf Interesse zu stossen. Und wisst ihr was? Es haben sich doch einige gemeldet, wer alles wirklich zum ersten Termin kommt, wird sich noch zeigen... 
 

Der Anfang: 

   "Du warst ein böses Mädchen, Christina ... eins ehr böses sogar."
Mit geröteten Wangen blickte Christina voller Sehnsucht zu Alexander au f. "Es tut mir leid", stiess sie atemlos hervor. "Ich werde es bestimmt nicht wieder tun."
   "Ich muss mir ganz sicher sein." Alexander durchquere den Raum und zog dabei sein Hemd aus, unter dem sein muskelbepackter Oberkörper zum Vorschein kam. " Ich muss dir eine Lektion erteilen."
 

Meine Gedanken zum Buch

Mir ist natürlich als erstes das witzige Cover aufgefallen, Die stechend blauen Augen die hinter einem Buch hervor lugen. Und der Titel tat sein übriges um mich neugierig zu machen es mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich muss ja sagen, ich bin wohl nicht so unanständig, denn ich trinke kein Kaffee *gg* aber ich muss sagen, der Titel und das Cover passen wirklich hervorragend.

Was den Schreibstil von Sophie Hart angeht, er ist leicht, locker und flüssig zu lesen. Und die kurzen Kapitel unterstützen dies noch. Mit viel Witz, Gefühl und doch mit einer gewissen Tiefe schafft sie es, eine amüsante Geschichte zu kreieren.

Ja, die Geschichte, wie schon erwähnt geht um den Buchclub den Estelle aus der Not gegründet hat. Die anfängliche Angst das niemand zum ersten Treffen kommt erweist sich als unbegründet, gut, so viele wie sich angemeldet haben kommen dann doch nicht aber ich denke die 4 Personen die wirklich auftauchen ergeben eine gute Grösse. Nach dem anfänglichen kennenlernen und der ersten Buchbesprechung, nimmt alles eine total andere Wendig als das sich das Estelle gedacht hat, denn anstatt Klassiker zu lesen, wie sie es eigentlich geplant hatte, landen sie dann bei erotischer Literatur. Und einstimmig nehmen sie sich vor, alle 2 Wochen ein neues Buch aus diesem Genre zu lesen und es auch zu besprechen. Dennoch hat die Geschichte auch seine Tiefen. Denn die Autorin nimmt uns mit in die Leben der 5 Personen und zeigt uns auch was so ein Buchclub mit einem anstellen kann ;)

Da wäre eben Estelle, eine fleissig, attraktive und stolze Besitzerin des Café Cramp. Mit ihrem Sohn lebt sie und er kleinen Wohnung darüber und ist soweit glücklich. Seit sie geschieden ist hatte sie keine Beziehung mehr, geschweige den eine Sexleben, also kommt ihr die erotische Literatur grade recht. Doch es zeigt ihr auch was ihr eigentlich fehlt.

Dann wäre da Rebecca, Lehrerin, attraktiv und seit 5 Jahren verheiratet. Zufrieden, mehr oder weniger, bis auch sie durch die Romane die sie lesen merkt das es mehr gibt als das normale Eheleben mit Arbeiten, 1 mal die Woche Sex und sonst ja... das übliche halt.

Dann die junge Gracie, sie ist sehr feministisch angehaucht und kann eigentlich solch eine Geschichte nichts abgewiesen. Und das tut sie auch kund. Sie lebt noch bei ihrer Mutter mit ihren 27 Jahren, eine feste Beziehung hatte sie auch noch nicht wirklich, denn sie hatte kein gutes Händchen für die Männer.

Sue, die 64 jährige, die verheiratet ist, kurze zuvor in Rente ging und noch tüchtig was erleben will. Und nicht nur was Unternehmungen und Hobbys angeht, denn seit sie die Bücher liest die sie um Buchclub lesen merk sie, was ihr all die Jahre entgangen ist und sie möchte wenigstens annähernd mal so was erleben, denn sie sei zwar schon älter aber noch nicht tot *gg*

Und Reggie, der einzige Mann in dieser Runde. Student und sehr schüchtern und zugeknöpft.

Es ist Sophie Hart hart gelungen ein wirklich amüsanter und unterhaltsamer Roman zu schreiben der aber dennoch etwas Tiefgang hat. Denn wir erleben mit was sich im Leben der einzelnen Protagonisten ereignet, den der Einfluss der erotischen Literatur ist nämlich nicht zu unterschätzen.

Mir ist vor allem Sue sehr ans Herz gewachsen. Aber auch alle anderen sind einfach nur sympathisch und man lebt mit ihnen mit. Die ganzen Veränderungen sind gar unrealistisch, und selbst ich hab mich bei dem ein oder anderen mal ertappt gefühlt oder wurde nachdenklich.

Mein Schlussfazit

Ein toller Unterhaltungsroman mit etwas Tiefgang und Happy End bei dem es um mehr geht als nur erotische Literatur. Denn es geht um das Leben, Freundschaft, Liebe und Beziehungen. Ich kann das Buch also wirklich allen empfehlen, vor allem für den Strand oder einfach zwischendurch.

Der Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen

Vom Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen: Eine Reise zur Leichtigkeit - Clara Maria Bagus

Wisst ihr wie das ist, wenn man am Fenster steht, nach draussen schaut, und irgendwie doch nicht. Es ist alles wie immer, grau, kalt und langweilig. Sinnlos?

So ging es mir, bis dieser wunderschöne Vogel vor meinem Fenster auftauchte und sich auf den Baum gegenüber setzte. Nicht nur das es wunderschön aussah, nein, was wirklich ein Wunder ist, alles was er berührt, beginnt zu wachsen und zu blühen. Und es ist Winter, frostig und kalt, wohl bemerkt. Und plötzlich war alles anderes, das Vögelchen riss mich aus meiner Starre, aus meinem Winter, ich muss diesem Vogel einfach folgen, ihn finden, denn dort wo er ist, ist Frühling. Und ich brauche den Frühling und so beginnt meine Reise, wohin auch immer mich die Suche führt...

Der Anfang...

Der Morgen riss die schwarze Nacht vom Himmel. Blässe von Horizont zu Horizont. Diese unendliche Palette an Graustufen. Die Wolkendecke erlaubte nicht die kleinste Lücke, durch die ein Sonnenstrahl sich hätte drängen könne. Winter - noch immer. 

 

Meine Gedanken zum Buch

Was einem natürlich als erstes ins Auge springt ist das wunderschön gestaltet Cover. Das Vögelten ist in den Umschlag gestanzt und lässt den in blau, rosa und violett schimmernden Buchdeckel durchscheinen. Auch die Schrift des Covers find ich einfach sehr ansprechend. Und das Büchlein wird sich im Regal richtig gut machen. Der Titel ist etwas lang, ungewohnt, aber es passt einfach hervorragend zur Geschichte.

Was den Schreibstil von Clara Maria Baus angeht, da kann man nur sagen, er ist wunderschön, poetisch, einfach schön zu lesen. Die Kapitel sind kurz und es wird so nie langweilig.

Der Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen ist mehr als nur eine einfache Geschichte. Es ist eine Reise zu sich selbst. Schon bald wurde mir klar das der Vogel nicht einfach nur ein Vogel ist, denn mir kam beim lesen Ba in den Sinn. Er verkörperte im alten Ägypten die Seele des Menschen. Und genau das ist dieser Vogel auch. Das Buch ist voller Weisheit und Erkenntnis. Den der Mann macht sich nämlich auf die Reise sich selber zu finden. Macht sich auf den Weg zur Lebensschulung.

Die Worte des Winzers klangen noch einige Zeit in seinen Ohren nach. Es gibt kein Ende. Alles geht weiter. Alles ist nur Umwandlung des Zustandes. 


In Verschiedenen Begebenheiten lernt was eigentlich wichtig ist im Leben. Was macht das Leben Lebenswert? Was ist der Sinn des Lebens? Und wie entkomme ich dem Winter? Seinem seelischen Zustand.

Ich hab einige Rezensionen gelesen, eine ist mir besonders aufgefallen, eine 1-Sterne Bewertung. Natürlich musste ich diese lesen, einfach weil ich wissen wollte was der oder dem Leser nicht gefallen hat. Banal seinen die Weisheiten, Erkenntnisse. Hm... Ja, all diese Dinge wie das man achtsam durchs leben gehen sollte, oder das man nicht warten soll bis etwas vielleicht mal passiert, sondern das Leben selber in die Hand zu nehmen und so weiter. Ja, es ist banal... Banal heisst nichts anderes als einfach, nichts aussergewöhnliches... Doch, wäre das wirklich so einfach umzusetzen, wäre die Menschheit nicht so, wie sie ist. Denn sind wir doch ehrlich, wir befinden uns mehr als nur einmal im Leben in einer Situation wo in uns Winter herrscht und wir nicht mehr wissen wie es weiter gehen soll. Oder was wir tun sollen. Und in solchen Momenten ist es alles andere als einfach all die Weisheiten und Erkenntnisse die wir bis dahin schon erlangt haben anzuwenden. Nur zu wissen was richtig ist, reicht nicht, man muss es verinnerlichen. Darauf vertrauen. Und dass ist nicht einfach.

Was ist also der Sinn? Hm... gute Frage, ich denke es gibt da mehr als nur einen. Und er ist von Situation zu Situation unterschiedlich. Liebe ist der Sinn des Lebens. Ich denke dies ist das wichtigste. Bedingungslose Liebe, für alles und jeden, auch für einen Selbst. Ob man das wirklich  erreichen kann, weiss ich nicht, ich denke auf alle Fälle nicht in voller Vollendung. Aber wie sagt man so schön? "Der Weg ist das Ziel", nicht wahr ;)

Der Mann also, nimmt uns mit auf seinen Weg zu sich selber und zeigt uns so, was auch für uns wichtig ist. Ja, auch für mich sind all die Weisheiten nichts neues, manche Erkenntnis hab ich auch selber schon erfahren. Aber das schmälert nicht die Qualität dieses Buches. Nicht die des Schreibstils, nicht der Geschichte.

Ich hab mich schnell mit dem Mann verbunden gefühlt, denn wie gesagt, jeder, oder fast jeder, kommt mal den Punkt wo er da steht und es nur noch Winter herrscht und hofft das ein Paradiesvögelchen kommt und einem zeigt wo der Frühling oder gar der Sommer ist ;)

Mein Fazit

Für mich eins der wenigen Highlights dieses Jahres. Poetisch, philosophisch und voller Wahrheit. Eine Geschichte die mehr als nur zum lesen ist.

Die Widerspenstigkeit des Glücks von Gabrielle Zevin

Die Widerspenstigkeit des Glücks: Roman - Gabrielle Zevin, Renate Orth-Guttmann
Ich bin A.J. . A.J. Fikry. Ich bin Buchhändler, besitze einen eigenen Laden auf Alice Island und mein Leben ist ... Ja was ist es? Ein unglückliches, würde ich sagen. Ich funktioniere, solange das noch geht, die Menschen gehen mir auf die Nerven und am liebsten wär ich mit mir, meinen Büchern alleine. Meine Frau, die mein Lebensinhalt war, meine Gosse Liebe, kam vor einiger Zeit bei einem tragischen Autounfall ums Leben, seit da bin ich eigentlich auch nur noch eine Hülle, da und doch nicht. 
 
Besser gesagt, es war so, bis zu dem Tag an dem mir ein seltenes Exemplar von Tamerlane geklaut wurde. Obwohl mir Poe gar nicht gefällt hab ich es dennoch gekauft, im Wissen das es mir eines Tages eine Stande Geld einbringen wird. Aber nicht das hat mein Leben total auf den Kopf gestellt, nein, es war das Kleinkind welches in meinen Buchladen hinterlassen wurde. Und dieses kleine, süsse Mädchen hat mein Leben tüchtig auf den Kopf gestellt... 
 

Der Anfang...

Auf der Fähre von Hyannis nach Alice Island lackierte Amelia Loman ihre Nägel gelb, und während sie darauf wartet, das sie trocknen, überfliegt sie die Notizen ihres Vorgängers.
"Island Books, Jahresumsatz ca. 350'000 Dollar, hauptsächlich in den Sommermonaten durch Urlauber". berichtet Harvey Rhode. "Fünfundfünfzig Quadratmeter Verkaufsfläche. Keine Vollzeitmitarbeiter. Sehr kleine Kinderbuchabteilung. Äusserst dürftige Onlinepräsenz. Kaum Werbung. geeicht liegt auf gehobener Literatur, was gut für uns ist, aber Fikry hat einen sehr speziellen Geschmack, und ohne Nic würde er so gut wie nichts verkaufen."
 

Meine Gedanken zum Buch

Wie gesagt, ich hab das Buch schon ne Weile hier legen gehabt, und als ich es auf der Arbeit sah, wusste ich, ich muss es haben, denn ich liebe Geschichten in denen Bücher, Buchhandlungen, Bibliotheken oder dergleichen die Hauptrolle spielen. Und jetzt hatte ich richtig Lust darauf es zu lesen und da die Meinungen doch meist zwischen "sehr gut" bis "mega" liegen, hatte ich dann doch eine gewisse Erwartunghaltung. Tja, was soll ich sagen... leider kann ich mich den Mehrheit nicht anschliessen. Warum genau, das erklär ich euch jetzt gerne im Detail ;)
 
Wie immer beginne ich mit dem Cover und dem Titel, schliesslich sind es diese beiden Dinge die einem als erstes entgegen springt. Mir hat damals das Cover gefallen, und das tut es auch heute noch, denn es ist mal was anderes. Es hebt sich ab. Auch der Titel lässt auf eine nicht ganz einfache Geschichte schliessen, was ebenfalls gut zur Geschichte passt, auch wenn mir der Originale genau so gut gefallen hätte, der da lautet: "The Storied Life of A.J. Fikry"
 
Aber nun zum Schreibstil von Gabrielle Zevin. Erst möchte ich das positive erläutern. Das ganze Buch ist flüssig und leicht zu lesen, auch die Aufteilung der Kapitel find ich eine wirklich schöne Idee. Denn jedes Beginnt mit einem Buchtitel, und den dazugeschriebenen Gedanken von A.J. Die Buchtitel sind passend zum Thema gewählt, irgendwie. Doch leider gibt's auch was negatives, und zwar das mich der Schreibstil einfach nicht packen konnte. Ich fand der schreibst zuweilen, echt seicht. Langweilig. Aber das lang auch irgendwie an der Geschichte selbst. 
 
Eben zu dieser, ich finde, man hätte doch etwas mehr daraus machen können. Ein unglücklicher Mann, der keinen grossen Sinn mehr in seinem Leben sieht. Er gilt als schrulliger, manchmal auch unfreundlicher Mann, was sich aber ändert als er im Laden das kleine, süsse Mädchen vorfindet. Denn dieses wird sein ganzes Leben auf den Kopf stellen! Ja, gell, da erwartet man doch einiges... doch... na ja... es kommt zwar was aber er hat mich einfach nicht mit reissen können. Bis Seite 70 hab ich mich durchgekämpft und gesagt, das ich dem Buch jetzt noch mal eine Chance gebe. Nach 100 Seiten wurde es dann endlich besser, wenigstens so viel das ich es nicht doch abgebrochen habe. 
 
Ja, das Glück kann echt nie zickige Schlampe sein, aber genau diese Glücksmomente kamen für mich einfach viel zu Flach rüber. Ich bin ja sonst sehr emphatisch, und ich kann auch mal wegen einer Geschichte heulen wir ein Schlosshund, aber diese Geschichte, gut, sie liess mich nicht grade kalt, aber wirklich emotional wurde ich beim lesen nun wirklich nicht. Ja, es sollte warmherzig sein, doch das kam einfach nicht ganz rüber. Was ich natürlich sehr schade finde. Denn eigentlich sind die Beziehungen zwischen den einzelnen Charaktere doch sehr tief. Doch Zevin schafft es für mich einfach nicht, diese Tiefe aufs Papier zu bringen. 
 
Was mir aber wirklich sehr gefallen hat sind die einzelnen Buchtitel die immer wieder in die Geschichte eingestreut werden. Viele, oder gar die meisten kannte ich, manchmal schon gelesen, oder dann  wenigstens vom Titel und Geschichte her. 
 
Nun zu den Charakteren. Allen voran natürlich A.J. den ich auf einiges älter geschätzt habe, alleine wegen seines schrulligen Verhaltens, aber man mehrt bald das er nicht so alt sein kann wie man denkt. Er ist mir zwar von Anfang an sehr sympathisch. Und ich kann seine Gefühle und warum er so ist wie er ist gut nachvollziehen. Aber das liegt nicht daran das die Autorin das gut rüber bringt sondern einfach weil ich weiss wie man sich eben fühlt wenn man einen Menschen verloren hat der die ganze Welt für einen bedeutet hat. 
 
Dann wäre da noch Maya, das kleine Mädchen welches im Laden von der Mutter zurückgelassen wurde. Ein sehr niedliches aber auch intelligentes Kind. Manchmal für meinen Geschmack schon zu intelligent. Ehrlich, manchmal hat mich schon etwas genervt, das hätte es echt nicht gebraucht. Aber sie ist es, die das Herz des Buchhändlers erweicht und es öffnet auch die schönen Dinge die es gibt zu sehen und zu erkennen. 
 
Und da wäre natürlich noch Amy, die Verlagsvertreterin. Auch sie ist mir nie wirklich nahe gegangen. Sie ist zwar wirklich nett, und sympathisch. Aber für mich eben so zu wenig Tief wie alle anderen auch. Noch eine wichtige Person, wie ich finde, ist der Lambiase, der Polizist. Er wird zu einem wirklich guten Freund von A.J. Denn beide haben eigentlich für den anderen sehr viel übrig, sind wichtig im leben des anderen, wie ich finde, aber diese Freundschaft wird nicht wirklich besprochen im Buch, sie bleibt, für mich etwas unverständlich, Nebenschauplatz und nur immer eine kurze Episode wert. 
 
Wir sind nicht die Dinge die wir sammeln, erwerben, lesen. Wir sind in der Zeit, in der wir hier verbringen, nur Liebe. Sind die Dinge, die wir geliebt haben. Die Menschen, die wir geliebt haben. Das macht uns froh. Und ich glaube, es ist das, was weiterlebt. Seite | 279
 
Trotz allem hab ich nun das Buch fertig gelesen, so enttäuscht wie ich erst dachte das ich vom Buch sein werde, bin ich jetzt doch nicht. Ich bin mal gespannt was von Gabrielle Zevin noch kommt. Vielleicht gebe ich ihr noch mal eine Chance, den das Potential für eine gute Geschichte die mich rund um packen kann, ist bestimmt vorhanden. 

Tage mit Leuchtkäfer von Zoe Hagen

Tage mit Leuchtkäfern: Roman - Zoe Hagen

 

Hallo, mein Name ist Gandhi, gut ja, ich heisse nicht wirklich so aber dieser Spitzname hab ich von meinen Freunden bekommen. Ja, nicht war, ich habe Freunde!! Ihr denkt jetzt sicher das ist ja nichts besonderes, nicht so besonders wie der Name, aber für mich ist das ein Wunder, denn ich hatte bis jetzt nie Freunde. Ihr glaubt es mir nicht? Glaubt es oder nicht, es ist so. Ich bin nicht wie andere Mädchen in meinem Alter. Ich bin einsam, traurig, führte mich taub und leer. Mein Herz ist gebrochen, in tausend Stücke zersprungen und dennoch bin ich noch hier. DASS ist ein Wunder.

Nicht nur das Tagebuch schreiben hat geholfen, sondern es sind die unerwarteten Freunde die einfach so in mein Leben geschneit sind. Ein Wunder... Nur sie versuchen mich zu verstehen, oder können es, akzeptieren mich so wie ich bin, ohne mir das Gefühl zu geben schlecht zu sein.

Das Problem bin ich... Ich fresse und kotze, fresse und kotze... ich bringe meine Arme zum bluten nur um mich zu fühlen, zu füllen nur um dann all den Ballast wieder los zu werden. Erleichterung, für ein kleinen, winzig kleinen Moment zu erfahren, nur um dann in ein tiefes Loch des Enkels und der Schuldgefühle zu versinken... Komm ich da je wieder raus.... 

Der Anfang... 

Lieber Gott,
ich schreibe, weil ich sonst wahnsinnig werden würde. Ich weiss nicht, wohin mit all den bedanke, die in meinem Kopf herumschwirren oder eher -kriechen, die an mir nagen und mich zerfressen. Ich könnte auch "liebes Tagebuch" schreiben, denn eigentlich glaube ich nicht an dich. Aber an irgendetwas muss man glauben, das ist wichtig. Man braucht etwas, das einem Kraft gibt, zu jeder Sekunde, sofort und bedingungslos. Und weil ich so was nicht habe, schreibe ich dir, Gott. Ziemlich traurig, oder? 
 

Meine Gedanken zum Buch

Wie immer beginne ich mit dem Cover, das sprang mir schon als es erschienen ist ins Auge. Ganz meine Farben. Das Bild und der Titel sagt eigentlich erst mal nichts darüber aus was uns in der Geschichte erwartet. Doch wenn man zu lesen beginnt passt es einfach hervorragend. Die 15 jährige Gandhi sitzt auf einem Wegweiser der in alle Richtungen Zeit. Sie weiss nicht in welche Richtung sie gehen soll, sie ist Orientierungslos, verloren... Allein. Und der Titel... lest es selber und ihr werdet es herausfinden.

Zoe Hagen schreibt wirklich wunderschön. Die Worte die sie wählt sind bedacht, einfach und dennoch voller Tiefe. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, und die Geschichte wird in Form eines Tagebuches erzählt, welches etwas über ein halbes Jahr abdeckt.

Die Geschichte um die 15 jährige Gandhi ist eine tragisch traurige. Sie ist Bullemikerin und sie verletzt sich auch schon mal selber. Die Depressionen sind auch kein Fremdwort für sie. Darum beginnt sie ihre Gedanken in einem Tagebuch nieder zu schreiben, Gedanken die auf den ersten Blick so banal sind, wenn man nicht lange in ihnen verweilt, und doch, wenn man sich die Zeit nimmt sie sie sehr philosophisch.

Gandhi weiss selber nicht was mit ihr los ist, sie ist traurig, wütend, alleine, einsam, leer, taub... Und sie weiss einfach nicht warum. Keiner scheint sie zu verstehen, wendet die Lehrer, noch die Mitschüler, nicht mal die Mutter selber. Was alles noch viel schlimmer macht, denn sie scheint jedem ein klotz am Bein zu sein. Und doch gibt es Momente wo Hoffnung, Erkenntnis, Verstehen, gar ein wenig Freunde und Glück durch schimmern. In diesem Momenten weiss sie...

"Das Leben ist ein Privileg!"

Also warum verhalten wie uns nicht so? Warum nehmen wir diese Verantwortung nicht an und Leben dem entsprechend? Nur was ist Leben... Was macht es aus? Nur atmen? Das ist es wohl nicht? Essen? Ja, sicher aber war das schon alles? Was ist mit Hoffnung, Freunde, Liebe und Glück?? All die Fragen gehen ihr durch den Kopf.

Diese Geschichte ist eine wirklich tolle Geschichte, trotz des Themas nicht ein zu emotionales Buch, denn es ist mit Distanz geschrieben. Es ist eine Reflektion, die uns selber zum nachdenken bringt. Ich finde diese Geschichte sollte man nicht einfach konsumieren, man sollte ab und an mal innehalten und sich wieder selber die Fragen stellen die in dem Buch auftauchen. Was bedeutet für uns Glück? Liebe? Trauer... und all das andere was eben das Leben ausmacht. Man sollte wieder etwas Demut und Dankbarkeit empfinden.

Das Meer rauschte vor sich hin, gemurmelte Liebkosungen, nur für den Sand bestimmt. Dieser bedankte sich aus seine Art. Sanft liess er sich von den Wellen ins Wasser ziehen, nur um dann wieder zurück gespült zu werden. 

In dem Buch sieht man wie wichtig Freundschaften sind, wie viel das Vertrauen ausmacht und sich auch mal auf was einlassen. Egal ob man vielleicht Angst davor hat oder denkt das die anderen schlecht von einem denken würden. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und das lernt Gandhi eben auch schnell. Noah, Amira, Lynn, Fabien und Fred, alle Anfang 20 nehmen sie ihn ihrem Freundeskreis auf. Ohne lange nachzubohren und sie lässt sich drauf ein auch wenn es was ganz neues für sie ist. Der Club der verhinderten Selbstmörder haben jeder für sich seine Geschichte. Sie nehmen sich wie sie sind ohne zu urteilen und im Wissen das kein Mensch perfekt ist.

Mein Schlussfazit

Eine wirklich tolle Geschichte über das Leben und alles drum herum. Das perfekte Umperfekte. Perfekt ist nämlich langweilig. Über Freundschaft, Verlust und Wagnisse. Sich selber finden und das gefunden werden.

Der Ruf der Nacht - Eine nette Geschichte für zwischendurch

Der Ruf Der Nacht - Susanna Kearsley
Ich bin Lyn, bin Literaturagentin und habe eine Kinderbuchautorin, Bridget, unter Vertrag. Inzwischen ist sie zu meiner besten Freundin geworden, auch wenn sie ziemlich anstrengend ist. Eigentlich wollte ich über Weihnachten zu meiner Familie gehen, doch Bridget will unbedingt das ich sie in ein kleines Kaff zu ihrem "Freund" begleite. Und wie immer lass ich mich breitschlagen. Anscheinend hab ich eine masochistische Ader denn ruhig und besinnlich kann das ganze nicht werden, denn meine Beste hat schon Pläne. Nicht nur für sie...

Doch irgendwie stimmt etwas nicht, kaum sind wir angekommen plagen mich Alpträume, Träume von einer Frau in einem altertümlichen blauen Kleid die mich bittet ihr Kind zu beschützen. Nicht nur das ist komisch, ich lerne da auch Elen kennen, eine junge Mutter, die genau auf mich gewartet hat, denn angeblich hat die Frau im blauen Kleid ihr gesagt das ich komme um ihr Sohn zu beschützen...

Am Anfang...

Der Traum kam wie immer kurz vor Tagesanbruch.
  Ich stand allein am Ufer eines Flusses, der sich durch ein liebliches, üppiges grünes Tal wand, in dem selbst die Luft lebendig zu sein schien. Vogelgezwitscher erklang aus Bäumen, deren Ästen sich unter dem Gewicht reifer Früchte bogen, und überall blühten Blumen, bunter und wohlriechender als alle Blumen, die ich je gesehen hatte, Ihr Duft machte mich durstig, so das ich niederkniete und mit den Händen von dem kühlen Wasser schöpfte, um zu trinken.

Meine Gedanken zum Buch

Das Cover dieses Ausgabe hab ich nirgends mehr gesehen, auch unter der selben ISBN Nummer wird ein völlig anderes gezeigt, eins das mir weite besser gefällt als dieses, das einen Ausschnitt eines Gemälde von John Harris zeigt. Es ist so düster, find ich, passt aber sicher zur Atmosphäre im Buch, auch wenn ich sie nicht ganz so drücken empfand. Was den Titel betrifft... gefällt mir das Original, "Named of the Dragon", besser. 
 
Der Schreibstil von Susanne Kearsley ist gewohnt flüssig zu lesen. Sie schafft es die Atmosphäre gut zu beschreiben. Die Landschaft sieht man förmlich vor dem geistigen Auge auftauchen ohne das sie sich in Details vergeht. Ich mag ihn wirklich, man kommt schnell in die Geschichte rein und kann sich auch gut mit den Personen identifizieren.

Leider aber hab ich mir von der Geschichte mehr erhofft. Nicht nur weil ich mich auf den Klappentext verlassen habe sondern auch von den anderen Geschichten von ihr. Die haben mir nämlich weit besser gefallen als diese. Denn deswegen hab ich einiges mehr an Mythen und Sagen erwartet, mehr mysteriöses. Aber es sind nur immer sehr kurze Passagen. Das meiste steht am Kapitel-Anfang, denn da werden Stellen aus verschiedenen Büchern zitiert, über Merlin, Arthur und so weiter. Aber am Schluss erkennt man, das es eben diese Zitate, das einzige mythische am Buch ist.

Die Geschichte an sich ist ganz nett und kurz zusammengefasst... Eine Frau wird von "prophetischen Träumen* heimgesucht die ihr sagen das sie auf ein Kind aufpassen muss. Auch im im realen Leben existiert ein Kind welches Schutz benötigt, denn es wird wirklich bedroht, doch {ACHTUNG SPOILER!!} nicht von Drachen der mythischen Art sondern in Form einer Frau die meint alles besser zu wissen. Also ist die Geschichte alles anders als mystisch. {SPOILER ENDE!!}

Natürlich muss Lyn nicht nur diese Aufgabe bewältigen, denn ihre Agentur erwartet das sie 2 neue Autoren unter Vertrag nimmt, den einen sollte sie leicht kriegen doch Gareth, da würde sie sich wohl die Zähne ausbeissen. Aber genau dieser müsste es sein um einen Posten in der Direktion zu bekommen. Wie soll sie das nur anstellen? Sie mag den Typen nämlich nicht einmal! Zudem spannt sie ihre Freundin ein um ihre eigenen Pläne zu verwirklichen, was so viel bedeutet wie, feierten was das Zeug hält und den ein oder anderen Mann rum zu kriegen.

Ich muss zugeben, die Charaktere sind gut gezeichnet, vor allem Gareth hat Susanne Kearsley gut hinbekommen, ich mochte ihn sofort auch wenn er total abweisend und manchmal gar arrogant erscheint. Lyn, die Protagonistin, kommt mir etwas, wie soll ich sagen, zu weich? Als Literaturagentin müsste sie, nach meinem Empfinden mehr biss haben. Den hatte sie definitiv nicht. Und Bridget ging mir echt zeitweise auf die Nerven, sie ist so was von egoistisch. Und auch hier hab ich mehr erwartet.

Mein Schlussfazit

Eine nette Geschichte für zwischendurch, aber auch nicht mehr. Wer eine wirklich mystische Geschichte lesen möchte die viel Elemente von Sagen und Legenden aufweist, sollte dann aber nicht auf dieses Buch zurück greifen, denn er würde wohl wie ich, nur enttäuscht sein.

Passagier 23 von Sebastian Fitzen

Passagier 23: Psychothriller - Sebastian Fitzek

 

Ich bin Martin, Martin Schwartz und wenn mich heute jemand fragen würde ob ich Glücklich bin, dem würde ich in die Fresse hauen. Warum? Wie soll man noch glücklich sein wenn einem die Frau und das Kind genommen wird? Egal was die Reederei sagt, sie sind nicht gesprungen! Meine Frau hat nicht meinen Sohn ins Meer geworfen und ist auch selbst dann nicht freiwillig in die See gesprungen. Ich weiss es einfach... Mein Leben hat keinen Sinn mehr, aber wie es so ist, genau das macht mich zwar zu einen durchgeknallten Polizeipsychologen aber dafür zu einem mit einer super Quote! 
 
Ich dachte mein Leben könnte nicht noch schlimmer werden, bis mich vor kurzem jemand angerufen hat und mich dazu brachte mich auf den Weg zu machen genau das Kreuzfahrtschiff zu betreten, auf dem vor 7 Jahren meine Familie und mein Glück ein jähes Ende gefunden hat. Was mich da erwartet weiss ich noch nicht, aber ich hoffe der Wahrheit näher zu kommen was damals in der besagten Nacht geschehen ist... 
 

Der Anfang... 

Menschliches Blut:
● 44 Prozent Hämatokrit
● 55 Prozent Plasma
● Und eine hundertprozentige Sauerei, wenn es aus einer punktierten Ader unkontrolliert durch den Raum spritzt.

Der Doktor, wie er sich selber gerne nannte, obwohl er nie promoviert hatte, wischte sich mit dem Handrücken über die Stirn. Zwar verteilte er damit nur die Spritze, die ihn getroffen hatten, was vermutlich widerlich aussah, aber wenigstens lief ihm jetzt nichts mehr von der Suppe ins Auge; so wie letztes Jahr, bei der Behandlung der Prostituierten, nach der er sechs Wochen lang Angst gehabt hatte sich mit an HIV, Hepatitis C oder sonst einem Dreck angesteckt zu haben. 
 

Meine Gedanken zum Buch

Ja, das Buch stand jetzt lange genug auf meinem SuB und jedes mal wundere ich mich warum ich solange brauche bis ich ein Fitzen lese. Denn meist lese ich dann ja eh gleich noch einen hinterher. Und so bin ich auch dieses mal begeistert vom Roman aber alles der Reihe nach...

Ich mag die Covers eigentlich immer von den Fitzen-Büchern, das ein e mehr, das andere manchmal etwas weniger aber sie passen immer wieder wirklich gut. So auch dieses das ein Bullauge zeigt und dahinter die tosende See! Auch der Titel passt zur Geschichte, denn er nimmt auf den Fakt Bezug das im Schnitt, jedes Jahr 23 Passagiere spurlos von Kreuzfahrtschiffen verschwinden. Schon das alleine find ich doch sehr beklemmend, gut bin ich kein Fan von solchen Unternehmungen denn ich bin erstens alles andere als Schilftauglich noch mag ich viele Menschen und schon gar nicht, auf so engem Raum.

Zum Schreibstil muss man eigentlich nicht viel sagen, gut, für diejenigen die ihn nicht kennen, er schreibt flüssig, mit viel Spannung und auch mal mit Humor, Sarkasmus und Ironie. Ich mag es einfach denn man wird gleich in die Geschichte geschmissen, man bekommt keine Zeit sich langsam in die Geschichte einzulesen, nein, auch hier beginnt das ganze wieder wie ein Aushieb.

Die eigentliche Geschichte dreht sich um Martin Schwartz, dem Polizeipsychologe der vor 7 Jahren seine Frau und ihren gemeinsamen Sohn verloren hat. Auf dieser reise war er nicht mit dabei weil er einen wichtigen Einsatz hatte, den letzten der er Schwor, und genau da passierte das unfassbare, seine Frau habe einen erweiterten Selbstmord begangen, denn zusammen mit ihrem Sohn sprang sie ins Meer. Seit damals ist er nicht mehr der selbe. Er geht unnötige Risiken ein, übernimmt Fälle, die eigentlich aussichtslos sind und tut alles um den Fall zu lösen, den Täter dingfest zu machen. Doch so hartnäckig er ist Erfolg zu haben, so wenig schaut er auf sich, sein Leben, denn das ist ihm nichts mehr wert.

Alles verändert sich aber als er ein Anruf einer Frau bekommt die ihn bitte auf die Sultan zu kommen, ausgerechnet das Kreuzfahrtschiff auf dem seine Frau in den Tod gesungen sein soll. Doch wass er da erfährt macht ihn so neugierig das er beschließt nicht nur die Sultan wieder zu betreten sondern auch da zubleiben und der Erpressung nachzugeben und den Fall um den aktuellen Passagier 23 auf den Grund zu gehen.

Womit er nicht gerechnet hat ist, das er mehr mit der Vergangenheit konfrontiert wird als er sich das je hätte träumen lassen...

Auch in diesem Roman hat es Fitzen geschafft den Charaktere so viele Schichten zu verpassen. Martin Schwartz mochte ich von Anfang an, auch wenn er doch eine sehr selbstzerstörende Art an den tag legt, aber man kann nachempfinden denn sein Leben ist ihm nichts mehr Wert. Mir erging es so das ich ihn manchmal gerne getreten hätte um ihm die Augen zu öffnen andere male hätte ich ihn am liebsten in den Arm genommen und wieder an anderer Stell hätte ich ihm am liebsten beim Prügeln gleich mit geholfen. Er begleitet uns durch ein wirklich guten Psychothriller dessen Thema nicht jedem wirklich geläufig ist, denn man liest oder hört ja nicht etwas von verschwundenen Passagieren auf Kreuzfahrtschiffen. Aber das alleine ist nicht das Thema, denn er verknüpft es natürlich mit einem sehr viel emotionaleren Thema, Kindesmissbrauch. Wieder ein Tabuthema, das man zwar immer wieder im TV oder Zeitung vorgesetzt bekommt.

Dann wäre da noch Anuk, der vermeintliche Passagier 23 auf dieser Kreuzfahrt. Ein Mädchen das vor über 8 Wochen verschwunden ist aber plötzlich auf dem Schiff wieder auftaucht nach dem man es, stammt der Mutter, für tot erklärt hat. Und genau dieser fall soll Martin Schwarz untersuchen und rausfinden was da los ist. Anuk, ein thraumatisiertes Mädchen von 14 Jahren. Hochintelligent, spricht nicht. Und doch hat sie viel zu sagen aber keiner versteht es...

Martin denkt eine fürchterliche Wahrheit auf, die selbst ihn noch mal total aus der Bahn wirft. Aber bis er diese herausfindet muss er erst herausfinden was mit Anuk und ihrer Mutter passiert ist. Und das ist nun wirklich kein leichtes Ding...

Mein Schlussfazit

Ein Fitzen wie er im Buche steht. Spannend, mit wieder mal einem tollen Thema und wirklich hervorragend rechergiert! LESEN ٩( ᐛ )و

Das Joshua Profil von Sebastian Fitzek

Das Joshua-Profil: Thriller - Sebastian Fitzek

Mein Name ist Max, Max Rhode und ich bin auf der Suche nach meiner Tochter. Denn jemand hat sie mir weg genommen, und spielt jetzt ein krankes Spiel mit mir. Ich bin nicht nur auf der Suche nach ihr, sondern gleichzeitig auf der Fluch vor der Polizei. Wenn meiner Tochter, Pflegetochter, etwas passieren sollte, werde ich zum Tier. Aber alleine kann ich das nicht schaffen darum verbünde ich mich mit dem Monster, meinem Bruder, mit dem ich eigentlich gar nichts mehr zu tun haben wollte. Aber dies ist die einzige Chance meine Tochter wieder zu finden und sie zu retten...

Der Anfang...

    Es sah aus wie in einem Klassenzimmer. Wie in einem ärmlichen Klassenzimmer, denn die ackerfarbenen Stühle mit den unzerstörbaren Metallkufen sowie die dazu passenden Pulte wirkten wie vom Flohmarkt zusammengekauft. Von Generationen von Schülern zerkratzt und abgewetzt und eigentlich längst ausrangiert, standen sie hier völlig fehl am Platz.


Meine Gedanken zum Buch
Ja, die Fitzekcovers sind so eine Sache, manchmal gefallen sie mir und passen meiner Meinung auch sehr gut zum Buch, manchmal frag ich mich, was das Cover mit der Geschichte zu tun hat. Auch dieses mal find ich es zwar okay, aber für mein Empfinden hätte man's vielleicht anders machen können. Wobei die Vernetzungen  die hier mit dem Fadenspiel schon symbolisch widergegeben sind. Also ja, es ist okay. Der Titel passt natürlich, denn es geht nicht nur um Max sondern vor allem um das Joshua Projekt, eine Maschine die Verbrechen vorhersagen soll.

Dann komm ich wie immer an dieser Stelle zum Schreibstil. Ich denke der hat sich in den letzten Jahren nicht verändert, er ist noch immer rassant, packend, spannend und manchmal gespickt mit Sarkassmus und Ironie. Schon seit dem ersten Buch bin ich Fitzek verfallen, mit seinen anschaulichen Sichtweisen der Geschichte, der gut recherchierten Psyche der Protagonisten...

Aber nun zum wichtigsten Teil, der Geschichte. Wieder hat Fitzek ein heiss disskutiertes Thema aufgegriffen. In diesem Roman geht es um Joshua, einer Maschine die Verbrechen vorhersagen soll. Dank all den Big-Datas, die wir alle Tag täglich ins weiter World Wide Web raus hauen, die einen mehr die anderen weniger, werden so nicht nur Verbrechen sondern auch Täter vorherberechnet um all das schreckliche nicht passieren zu lassen. So weit so gut mag man denken, doch so einfach ist es wahrscheinlich nicht. Wass wenn sich die Maschine irrt, oder der Faktor Mensch? Genau dieser Frage geht Fitzek nach, denn Max passiert genaus das. Die Maschine spuckt sein Name aus, er soll derjenige sein der seine Tochter was furchtbares antun will. Völlig entsetzt von diesen Fakten versucht Max, der bis jetzt auf keinster Weise kriminell aufgefallen ist, seine Tochter auf eigene Fraust wieder zu finden und gerät zwischen die Fronten. Zwischen jenen die umbedingt wollen das Joshuas Vorhersage stimmt und alles dafür tun um das auch so passieren zu lassen und jenen, die für die Freiheit sind und versuchen Max, trotz allem zu beschützen.

Fitzek hat in diesem Roman ein wirklich heikles Thema aufgegriffen das uns alle angeht. Wollen wier die totale Überwachung zu Gunsten unserer Freiheit und Privatsfähre, nur um die vermeintliche "Sicherheit" zu erlangen? Verbrechen und das Böse allgemein auzumerzen? Wenn ja, wo sind die moralischen Grenzen, die ethischen? Was passiert mit ungefilterten Daten, mit falsch interpretierten? Gibt es die 100% Sicherheit überhaupt? Ich denke nicht.

Auch das Thema Pädophilie kam hier vor. Und wie ich finde hat er auch dieses Thema sehr gut integriert. Und alles zusammen hat er gut zu einer Geschichte verpackt, wie immer ohne erhobenen Zeigefinger. Ein Spannendes Thema welches wir uns mal genauer anschauen sollten, denn in manchen deutschen Städten, in der Schweiz und sonst auch in den USA, ist so ein Programm schon im Einsatz wenn auch bei den meisten erst als Testgang. Auch wenn du selber immer denkst; "Ich hab ja nichts zu verbergen.", stell dir die Frage was passieren könnte... Ich fühle mich wirklich nicht sicherer, nur weil wir alle von einer Maschine überwacht werden. Und ehrlich, ich würde das auch gar nicht wollen, denn man kann auch damit Geld machen! Und wo geld im Spiel ist, wird es unsicher. Fragen über Fragen die sich während des lesens auftun.

Was die Protagonisten angeht, hat es Sebastian Fitzek geschafft wieder sehr interessante Menschen zu erschafen die seine Geschichte erzählen. Da wäre natürlich Max, der Pflegevater. Er wird da in eine Sache reingedrängt um die Erfolgsrate dieser Maschine zu beweisen. Er wird zur Marionette, auch wenn in den Augen der Akteure etwas früher als erwartet, aber die Zeit drängt. Es geht um viel Geld! Er ist eins ehr emotionaler Mensch, der für seine Familie sterben würde. Und somit ein hervorragender Protagonist!

Jola, die 13 jährige Pflegetochter. Ein cleveres, starkes Mädchen mit viel Grips. Sie ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen.

Dann noch Cosmo, der pädophiele Bruder von Max. Ein wirklich sympatischer Mensch. Ja, das ist er wirklich. Trotz allem was er getan hat schaffte es der Autor ihn menschlich darzustellen. Nicht durch den meist verzerrte Blick des Hasses auf diese Menschen. Und das fand ich wirklich sehr gut. Denn sie sind Menschen. Und ja, ich weiss das ich da wahrscheinlich bei manchen in ein Wespennest steche, wäre nicht das erste mal.

Maresi - Das Lied der Insel -

Maresi: Das Lied der Insel - Roman - Maria Turtschaninoff, Hedwig M. Binder

 Zur Geschichte
Mein Name ist Maresi, bin 13 Jahre alt und ich lebe auf einer Insel, auf der es nur Frauen gibt. Frauen die der Urmutter dienen. Wir Novzinnen sind von verschiedenem Alter und lernen alles was man über die Natur und die Urmutter zu wissen gibt. Über Rituale, Magie und die Geschichte dieser Insel und der Bewohnerinnen und vor allem über diejenigen, die hier das erste Kloster erbaut haben.

Manche Mädchen sind hier her geschickt worden, von den Müttern die ihr Mädchen vor den Männern schützen wollen. Denn Mädchen und Frauen haben in unserer Welt nicht viel zu sagen, besser gesagt, sie haben zu gehorchen, und wehe, man tut nicht dass, was erwartet wird...

So finden viele Zuflucht hier bei uns und werden zu Novizinnen. Ich bin selber schon seit 4 Jahren hier und ich bin Glücklich darüber. Doch alles verändert sich für mich, für uns, als eines Tages Jai auftaucht. Was seit da passiert ist, schreibe ich auf... im Auftrag der Mutter. Eine Geschichte die nie vergessen werden soll...

Der Anfang...

    Mein Name ist Maresi Endresdotter, und ich zeichne dies im neunzehnten Lebensjahr der zweiundreissigsten Mutter auf.  Seit vier Jahren lebe ich hier im Roten Kloster, und in diesen Jahren habe ich fast alle alten Texte über die Geschichte des Klosters gelesen. Schwester O sagt, dass diese meine Geschichte zu den anderen Schriften gelegt werden wird. Das ist ein seltsames Gefühl. Ich bin nur Novizin, keine Klostermutter, keine kundige Schwester. Doch Schwester O sagt, es sei wichtig, dass gerade ich niederschreibe, was sich zugetragen hat.


Meine Gedanken zum Buch
Ich hab mir wirklich viel vom Buch versprochen, vor allem nach dem ich den Klappentext gelesen habe. Doch leider kann ich mich all den guten Rezensionen nicht anschliessen die ich so gelesen habe. Warum das so ist, erklär ich euch natürlich jetzt gerne.

Erst mal zum Cover, das find ich wirklich toll und ehrlich, es erinnert mich etwas an "Die Nebel von Avalon".  Doch hab ich mich wohl etwas zu sehr vom Buch "Die Nebel von Avalon" beeinflussen lassen. Den Titel find ich aber völlig okay.

Der Schreibstil der Autorin ist ruhig, und flüssig zu lesen. Leider aber auch viel zu Flach nach meinem Geschmack. Man kommt man zwar gut voran, aber mir ist es etwas zu ruhig. Gar langweilig. Auch bei den spannenden Stellen kam bei mir einfach zu wenig spannung auf und so musste ich mich echt immer wieder anstrengen das Buch wieder zur Hand zu nehmen.

Was die Geschichte angeht... Nun ja, es spielt in einer Zeit wo die Urmutter, oder auch die Grosse Göttin verehrt wird. Da hab ich mir doch einiges versprochen doch leider schaffte es die Autorin nicht authentisch zu schreiben. Sie spricht immer vom Kloster, was mich ehrlich gesagt völlig irritiert hat. Denn es sind Tempel, keine Kloster. Kloster ist eine christliche Definition. Denn in Klöster üben Mönche und Nonnen ihre Religion aus. Auch spricht Maria Turtschaninoff von Schwester, was eher in der christlichen Tradition zu finden ist. Ansonsten sind es eben Priesterinnen.

Was der Plot angeht, ist er sicher nicht ohne Potential aber er wurde einfach zu flach ausgearbeitet. Was natürlich bei einem Buch von etwas mehr als 200 Seiten schon fast zu erwarten war. Ehrlich, ich weiss nicht so recht was sich die Autorin dachte, wollte sie ein rein fiktives Werk schaffen? Wollte sich ein Hauch Einsicht in den alten Glauben geben? So oder so, es ist ihr nicht gelungen eine spannende Geschichte daraus zu machen. Für ein Jugendbuch würde es vielleicht reichen aber als erwachsener erwarte ich mehr.

Auch was die Charaktere betrifft, sie haben mir zu wenig Tiefgang. Ansatzweise hat sie es geschafft, aber so ruhig und langweilig die Geschichte geschrieben ist, so flach sind die Personen und so schlecht recheregiert sind die Fakten.

Der Sound meines Lebens - Eine 2. Chance

Der Sound meines Lebens: Roman - Jonathan Tropper

Was ist schlimmer als ein Looser zu sein?
ZU wissen das man ein totaler Versager ist. Ich hänge ihr mit meinen 2 Kumpels in einem "Hotel" rum, und bemitleide mich selber, meine besten Tage sind vorbei, ich bin seit 7 Jahre geschieden, doch ich liebe diese Frau noch immer, auch meine Tochter hab ich lange nicht mehr gesehen, denn sie will nichts mehr von mir wissen. Würde ich wohl auch noch wollen wenn ich so ein Vater hätte wie mich.

Doch wie das Leben manchmal so spielt, hält es ab uns zu doch noch ein kleines Leckerli bereit. Dieses Leckerli ist meine Tochter, sie taucht völlig unverhofft bei mir auf, mit der Offenbarung das sie Schwangersei. Ich wittere natürlich gleich die Möglichkeit einige Fehler ausbügeln zu können und möchte für sie da sein. Doch das Leben, diese Sau, macht mir auch gleich wieder einen Strich durch die Rechnung denn sie schenkt mir ein Aneurysma und die Aussicht auf den Tot wenn ich mich nicht operrieren lasse...

Der Anfang...

    Es ist Dienstag. In wenigen Wochen wird seine Frau heiraten, und in ein paar Tagen wird Silver zu dem vorläufigen Schluss gelangen, dass das Leben nicht mehr unbedingt lebenswert ist, wenn man so versagt wie er. Es ist ziemlich genau sieben Jahre und viel Monate her, seit Denise sich vom ihm scheiden liess, und rund neun Jahre, seit er und seine Band, Bent Deisies, ihr erstes und letztes Album veröffentlichten und mit ihrer einzigen Hitsingle "Rest in Piece" über Nacht zu Rockstars wurden.


Meine Gedaken zum Buch
Wie immer geh ich natürlich als erstes auf das Cover ein. Dieses gefällt mir wirklich gut, es ist schlicht, und doch recht passend. Auch wenn ich mit dem Titel vielleicht nicht ganz sooooo zufrieden bin. Der Originaltitel passt viel besser und weckt auch gleich ne ganz andere Assoziation. "One Last Thing before I Go" lässt dass das Ende auch nicht so unpassend zurück wie beim deutschen Titel. Hingegen beim Cover gefällt mir die deutsche Ausgabe besser.

Der Schreibstil von Jonathan Tropper ist wie immer direkt, frisch von der Leber, dennoch voller Witz und Sarkasmus. Und doch mit vielen leisen und einfühlsame Töne. Man kommt gleich in die Geschichte rein und kann flüssig durch die Seiten lesen.

Aber wichtiger ist ja die Geschichte, Weilche mir wieder sehr gut gefallen hat. Auch dieses mal hat der Protagonist ein riesen Päckchen zu tragen. Denn Silvers Leben verlief ganz anders als er sich das gewünscht hat. Zwar hatte er ein kurzes Hoch mit seiner Band vor 9 Jahren. Sie wurden praktisch über Nacht zu Rockstars aber nach dem ersten und gleich letzten Album passierte nichts mehr. Dazu ging seine Ehe mit seiner grossen Liebe in die Brüche und seit da wandelt er fast schon zombimässig durch sein Leben, ohne grosse Ereignisse. Seine Tochter sieht er auch nicht mehr, einfach weil er sie verschonen will. So ein mieser Vater wie ihn braucht kein Kind. Zusammen mit seinen beiden Kumpels Oliver und Jack wohnt er in einem "Dauerhotel", trauert seiner Vergangenheit nach und spendet jeden Dienstag seinen Samen, um etwas Geld zu verdienen. Dazu ab und an total unbedeutenden Sex, denn Frauen zieht er auch nicht mehr an so wie früher. Es ist ihm bewusst das er ein Versager ist und eigentlich auch keinen grund mehr darin sieht weiter zu Leben. Da kommt ihm sein neu erworbenes Aneurysma grade gegen, denn das wird seinem erbärmlichen Leben ein Ende bereiten.

Tja, Silver hat aber diese Geschichte ohne seine Tochter geplant, denn diese steht plötzlich vor ihm und beichtet das sie schwanger ist. Grade 18, und ungewollt schwanger und da kommt sie all die Jahre auf die Idee zum ihm zu kommen. Er nimmt sich vor für sie da zu sein. Doch so einfach ist des nicht denn dies bringt eine ganz menge mehr in Bewegung, so das er plötzlich wieder Hoffnung hat und ein Licht am Ende des Tunnels sieht. Er will ein besserer Mensch werden, ein besserer Vater sein und ... er will Leben...

Ich liebe wie Jonathan Tropper seine Figuren beschreiben kann. Es sind Menschen mitten aus dem Leben. Genau so jemand könnte man auf der Strasse treffen, zum Freund haben. Mit all seinen Problemen. Silver ist an sich selber gescheitert, und doch mochte ich ihn gleich vom ersten Augenblick. Seine Gedanken sind völlig menschlich, seine Ängste und Sorgen, aber auch seine Hoffnungen... Auch seine Tochter Casey ist gut ausgearbeitet mit all ihren widersprüchlichen Gefühlen und Gedanken gegenüber ihrem Vater und auch seine Ex kann man gut verstehen. Und natürlich auch ihr neues Freund Rich.

Dies ist eine Geschichte über den Makrokosmos Familie. Es geht um Verlust, Trauer und Ängste, aber auch Hoffnung und über die Erkenntnis was das Leben, lebenswert macht. Und es geht über um den Sinn des Lebens.

Mein Fazit
Sicher nicht nur ein Buch für Männer, wobei es sicher bei denen gut ankommen wird, denk ich mal. Ich kann das Buch jedem empfehlen, vielleicht eher etwas älteren Lesern, so ab 30, da es doch Themen sind die meist vorher nicht wirklich relevant sind. Ich kann nur sagen, mir hat das Buch wirklich super gefallen.

Danke Herr Thropper, immer wieder gerne ;)

 

Sommergeister: Roman - Mary Rickert, Birgit Reß-Bohusch

Ich bin Bay, ich bin 15 und lebe mit meiner Nana in einem kleinen Häuschen mit wunderbarem, zauberhaften Garten, welches etwas ausserhalb des Dorfes steht. Ich weiss auch was die Leute im Dorf über meine Mutter sagen, sie sagen sie sei eine Hexe, und dazu noch eine dunkle Vergangenheit. Doch das kann ich einfach nicht glauben. Man weiss ja wie man über Menschen spricht die nicht so sind wie alle anderen, sich nicht dem Druck beugen und ihren eigenen Weg gehen, sei der noch so absonderlich. Nein, meine Mutter ist keine Hexe. Nun, was soll ich sagen, ich konnte es nicht glauben, jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher, den an dem Tag als Nan's alte Freundinnen auftauchen, von denen ich zuvor nie was gehört habe, kommen mir gewisse Dinge schon etwas komisch vor...


Der Anfang...

    Im Laufe der Jahre warfen die Leute oft Schuhe auf das Hanggrundstück mit dem düsteren alten Haus in der Muir Glenn Road. Die einzige Bewohnerin des betagten voktorianischen Gebäudes zeigte keinerlei Unmut über das herumliegende Schuhwerk, sondern studierte die stinkenden Trittlinge so aufmerksam, als seinen es Kunstgegenstände, und trug sie dann nach drinnen, wo all die Stiefel, Sneakers, High Heels und Fussballschuhe eine Verwandlung in zauberhafte Pflanzengefässe erfuhren.


Meine Gedanken zum Buch
Als erstes möchte ich sagen, das mich das Buch positiv überrascht hat, aber es war ganz anders als das ich es erwartet habe. Und ich denke das ist den meisten Lesern eben auch so ergangen nur sie kamen dann zu einem leider anderen Schluss als ich, was ich sehr schade finde.

Aber erst mal zum Cover, es ist wirklich zauberhaft! So frisch, sommerlich und verträumt. Danke für dieses tolle Verpackung dieser tollen Geschichte. Der Titel... Tja, sicher nicht unpassend aber der originale Titel "The Memory Garden" klingt nicht nur viel schöner sondern find ich auch um einiges passender. Aber das ist nur ein kleines Detail.

Was den Schreibstil von Mary Rickert angeht, er ist sehr detailiert. Und ich glaube dies ist eins der Kriterien welche ausschlaggebend war, das man das Buch nicht gut fand. Aber dazu möchte ich etwas sagen, ich mag es auch nicht überall wenn der oder die Autor/In zu sehr ins Detail geht, aber bei dieser Geschichte ist es genau das, was die Geschichte eben ausmacht. Es gibt dem ganzen eine gewisse Ruhe, denn das Buch ist kein Aktion-Fantasy-Roman. Nichts mit rasanten Kampfszenen, gruseligen Geistermomenten. Hier spielt die Autorin mit den Worten, mit den Details, sie sind wichtig für die Geschichte, denn vieles muss man zwischen den Zeilen lesen. Aber was ich gar nicht verstehen kann ist der Vorwurf das der Schreibstil hochtraben sei. Das ist er wirklich nicht. Ich finde ihn schön zu lesen und man kann sich dank dieser Detail Liebe genau vorstellen wie alles ausschaut! Ja, er mag poetisch sein, aber genau dies ist es eben, was die Geschichte ausmacht.

Der nächste Punk der vielleicht wichtig ist zu wissen, auch wenn die Geschichte sich um Bay handelt, dem 15 jährigen Mädchen, die alleine bei ihrer "Mutter" lebt, abgeschieden vom Dorfleben, ist es kein Jugendroman. Denn, Bay ist hier eigentlich "nur" Beiwerk. Sie wird gebraucht um die Geschichte um Nana und deren Freundin zu erzählen. Es ist vielleicht sogar ein Buch für Frauen mit einem gewissen Alter, die genau nachfühlen können was die 3 alten Damen denken, fühlen und versuchen zu vergessen. Leider ist der Klappentext völlig falsch gewählt. Denn er ist es, welcher die Leser in die Irreführt. Das tat er nämlich auch bei mir, doch ich mag eben Bücher die besonders sind, nicht dem Mainstream folgen.Und ich bin wirklich glücklich das ich das Buch lesen konnte.

Um was es in der Geschichte wirklich geht? Nicht um Bay, na ja, nicht hauptsächlich sondern um ihre Nana und ihre Freundinnen. Diese 3 treffen sich nämlich nach über Jahrzehnte das erste mal wieder, denn Nana hat sie zu sich eingeladen. Aber dies nicht ohne Grunde, denn Nana muss jemanden finden dem sie Bay anvertrauen kann. Sie rechnet nämlich fest damit das sie bald schon nicht mehr für sie sorgen kann. Ein dunkles Geheimnis scheint nach all den Jahren ans Tageslicht gezerrt worden zu sein, so das es sich ihr unmöglichmacht weiter für Bay da zu sein. Nana hat ihre ganz genauen Vorstellung wie dieser Besuch ablaufen soll, doch wie das Leben so spielt, alles kommt ganz anders. Alte Wunden werden aufgerissen, Geheimnisse erst Todgeschwiegen dann doch auf den Tisch gebracht, gestritten, ausgewichen und dann doch genauer hin gesehen. Bay spielt dabei eigentlich nur eine Nebenrolle. Denn in der Geschichte geht es um Vergangenheit und deren Bewältigung, es geht um akzeptieren, anerkennen und Vergeben. Um loslassen, den Mut der  Vergangenheit und vor allem dem Alter ins Gesicht zu sehen, dem eigenen vergehen.

Und all das wird mit wirklich leisen Tönen aber mit viel Detail erzählt. Eine Geschichte die nicht nur Eve, die 4. im Bunde damals als Mädchen zerstört hat, sondern eigentlich auch ihre Freundihnen,Nana, Ruthie und Mavis. So lange Zeit haben sie mit der Schuld Leben müssen, die sie alle fast bis mit ins grab genommen hätten.

Was die einzelnen Charaktere angeht, mir haben sie alle wirklich gut gefallen. Nana ist mir natürlich ganz besonders ans Herz gewachsen. Aber auch die zickige, verschrobene Mavies und die kein Wässerchen trübende Ruthie mit ihren magischen Kochküsten.

Mary Rickert packt diese Geschichte in ein Fantasykleid. Magie spielt eine wichtige rolle, auch wenn die für das Thema an sich eigentlich gar nicht wichtig ist. Es ist nur eine Verpackung. Aber wie ich finde eine sehr gelungene. Denn die Kraft der Kräuter, Blumen und Pflanzen wird hier auf ganz tolle Weise beschrieben.

Mein Schlussfazit
Es ist eine wirklich tolle Geschichte um Liebe, Freundschaft, Schuld und den Mut sich dieser zu stellen. Eine Geschichte die zeigt das es wichtig ist auch vergeben zu können, am meisten sich selbst.

Ich kann jedem das Buch empfehlen der gerne leise Geschichten mag, Geschichten die man ab und an auch zwischen den Zeilen suchen muss, der nicht immer rasente Story brauch und vor allem, der es liebt, auch Geschichten jenseits des Mainstream zu lesen.

Bitteres Geheimnis von Barbara Wood

Bitteres Geheimnis - Barbara Wood, Mechtild Sandberg

Meine Name ist Mary, Mary Ann und ich bin 17 Jahre alt. Ich lebe in einer Kleinstadt zusammen mit meinen Eltern und meiner jüngeren Schwester. Ich gehe zur Schule und ich habe einen festen Freund. Mein Leben ist ziemlich unspektakulär. Also, es könnte nicht besser sein denkt ihr euch?! Doch könnte es, denn ich bin Schwanger und keiner glaubt mir, das ich nie etwas mit einem Jungen gehabt habe, weder meine Eltern, noch die beiden Ärzte die mich untersucht haben. Mein Freund weiss noch nichts, meine Schwester auch nicht und ich fühle mich so allein gelassen, verraten und verzweifelt. Ich kann es ja selber nicht erklären wie das funktionieren sollte. Ohne Sex schwanger zu sein. Sogar Pater Crispin glaubt mir nicht und unterstellt mit Gotteslästerung. Das würde ich aber nie machen, ich bin eine gute Katholikin, ich weiss was sich für eine gute Frau gehört und was nicht und so habe ich auch noch keinen Sex gehabt. Keiner kann mir sagen was mit mir los ist, keiner kann mir erklären warum ich trotzdem schwanger bin.

Der Anfang...

    Mary öffnet ihren Bademantel und liess ihn zu Boden fallen. Die kühle Nachtluft strich über ihren nackten Körper, und sie lächelte, den Kopf leicht zur Seite geneigt.
    Sebastian stand vor ihr. Das Mondlicht lag blass auf den Konturen seines muskulösen Körpers. Auch er war nackt bis auf das Tuch, das um seine Hüften geschlungen und seitlich zum Knoten geknöpft war. Mary hätte gerne hinuntergesehen, um festzustellen, wie der Knoten geöfnet werden konnte, aber sie wollte den Blick nicht senken.


Meine gedanken zum Buch
Mir gefällt dieses Cover sehr gut. Leider gibt es diese Variante aber nicht mehr. Ich finde das schlichte, in Grautönen gehaltene Bild passt viel besser als die neuere Ausgabe. Zu knallig find ich. Ich mag so neutrale Covers viel lieber, denn wäre es eine neuere Geschichte, hätte es bestimmt auch wieder ein Gesicht auf dem Cover. So werde ich verschont und geniesse die ruhige Stimmung auf dem Bild. Leider passt das Cover aber dennoch nicht wirklich zur Geschichte. Da hätte ich vielleicht doch eher ein Bild mit ner Kirche im Hintergrund genommen, denn die spielt in der Geschichte doch eine wichtige Rolle.

Was den Titel betrifft, find ich den auch etwas unglücklich gewählt, denn er vermittelt eigentlich was ganz falsches. Der englische Originaltitel lautet Childsong, was vielleicht etwas besser passt. Aber auch mit diesem wäre ich nicht glücklich geworden. Denn beide Titel vermögen nicht auf die wahre Geschichte dahinter zu verweisen. (´・_・`)

Der Schreibstil von Barbara Wood ist wie gewohnt schlicht und flüssig zu lesen. Ohne gross auszuholen beschreibt sie die Gefühle und Gedanken der Personen doch recht gut. Und doch wars jetzt nicht grade ein Buch das mich vom Hocker gerissen hat.

Zu Anfang hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen, ich weiss gar nicht recht worans gelegen hat. Doch nach etwa 50 Seiten wurde es besser aber die Geschichte wollte mich  immer noch nicht wirklich packen. Es gab sogar Momente wo ich überlegt habe abzubrechen. Ich hab durchgebissen und ja... wirklich sehr interessantes Thema aber leider nicht grade spannend umgesetzt.

Jo, dann wären wir schon beim Thema. Die Geschichte, muss man wissen, spielt in Amerika, und zwar 1963. Märe Mary lebt nicht nur in einer Kleinstadt in einem sehr streng christlichen Umfeld, nein, ihre Eltern sind streng gläubig genau so wie sie selber auch. Sex vor der Ehe gibts also nicht, umsomehr ist sie überrascht als 2 Ärzte ihr versicherten das sie schwanger sei. Egal wie lange die Ärzte, die Eltern und Pater Crispin auf sie einredeten doch die Wahrheit zu sagen, sie blieb dabei und schwor das sie nie mit jemandem Sex hatte. Doch wie erwartet glaubt ihr natürlich keiner. Weder der Pater, noch ihre Eltern, nur der Arzt Dr. Wade, macht sich ab der sturheit des Mädchen seine Gedanken und beginnt zu forschen. Er erinntert sich an einen alten Artiken bei dem es um Junfernzeugung geht, denn nach einer Untersuchung merkt er das Mary zwar schwanger ist, aber eben auch noch unberührt. Sein Ergeiz ist geweckt und er macht sich dran sich über das Thema Parthenogenese schlau zu machen.

Barbara Wood hat versucht ein wirklich sehr spannendes und brisantes Thema zu einer spannenden Geschichte zu weben, doch leider gelang es ihr nicht so ganz. Klar wurden verschiedene Blickwinkel betracht, die menschliche, die medizinische wie auch die religiöse. aber alles irgendwie zu wenig tief, für meinen Geschmack. Wir können uns alle vorstellen wie das sein muss für die junge Mary. Sie weiss das sie keinen Sex hatte, und denoch wächst da irgendetwas in ihr heran. Ihr glaube wird erschüttert, sie ist wütend und fühlt sich von ihren Eltern hintergangen und alleine gelassen. Verzweiflung macht sich breit. Neben Mary werden natürlich auch die Gedanken der Eltern, des Arztes aber vor allem auch die des Paters beschrieben. Er, der in eine totale Glaubenskriese und in Angst verfällt, das vertaruen verliert. Dafür aber wird der Freund kaum beachtet. Er spielt eigentlich nur noch eine Nebenrolle, was ich absolut schade finde, denn angeblich ist er wirklich in Mary verliebt! Will sie trotz allem heiraten. Für das spielt er aber leider eine zu mickrige Rolle in diesem Geschehen.

Ich habe wahrscheinlich zu viel erwartet, denn ihr anderen Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe, haben mir um einiges besser gefallen. Hier hätte man sehr viel mehr draus machen können.


Mein Schlussfazit
Ein wirklich tolles und spannendes Thema, welches sicher zum nachdenken anregt und Fragen aufwirft die spannend sind. Aber... Das Buch kann man lesen, die Fragen und Gedanken sind es alle mal Wert die es auslöst, aber man muss es eben nicht.