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Alexandra

Der Bücherwahnsinn

Hier findet ihr nur meine Rezensionen, wer mehr von mir lesen möchte sollte sich mein Literaturblog Der Bücherwahnsinn anschauen. Würde mich freuen! Ansonsten, hier weiterhin viel Spass!

Teo - Versuch die Familie zu retten

Teo: Roman - Lorenza Gentile, Annette Kopetzki
Wisst ihr eigentlich wie das ist, wenn die Eltern nur noch streiten, sich anschreien und der eine von beiden, meist Papa, einfach weg geht. Für ihn praktisch, weil er für seine Arbeit auch mal paar Tage weg ist. Dann sitzt Mama hier ganz alleine und ist traurig. Auch meine Schwester ist traurig oder vielleicht sogar wütend, und das lässt sie dann an mir aus. Also hab ich jetzt beschloss das ganze zu retten. Und dabei hol ich mir Hilfe und zwar von jemandem, der alle alle, ja wirklich alle Schlachten gewonnen hat. Napoleon! Ja, dazu muss ich sterben, denn er ist ja auch schon tot, aber um mit ihm zu reden, muss ich das Jenseits finden, was gar nicht so einfach ist... 
 
Ach ja, ich bin übrigens Teo und bin 8 Jahre alt. 
 
Erster Satz:
Ich heisse Teo, ich bin acht Jahre alt, und will mit Napoleon reden.
 

Meine Meinung

Fangen wir wirder beim Titel und dem Cover an, wie immer ;) Also, der Titel ist schlicht und passt natürlich, schliesslich geht es in dem Buch um Teo. Das Cover find ich wirklich sehr gelungen!! Ja wirklich, ich find es wirklich schön. Manchen gefällt's ja nicht so, aber ich find es passt zum Thema. 
 
Der Schreibstil von Lorenza Gentile ist einfach und schlicht. Man kommt so schnell in die Handlung und weil das ganze auch noch in Tagebuchform geschrieben ist, ist man auch sehr nah bei Teo. 
 
Zu Geschichte kann ich erstens nur mal sagen, ich hab mehr erwartet. Nach all den fantastischen Rezensionen, ja, da hab ich mir mehr erhofft. Als Märchen würde ich das Buch, oder die Geschichte jetzt nicht bezeichnen, als philosophisch sehr wohl, denn schliesslich stellt sich der kleine Teo wichtige Fragen, was passiert wenn wir sterben, wohin gehen wir, was erwartet uns.  Also ganz grosse Fragen Art und weise, was dem Buch aber gar nicht schlecht tut, vielleicht sollten wir auch mal so naiv an diese Fragen ran gehen.
 
Also, Teo ist 8, seine Eltern streiten sich nur noch und die Familie droht auseinander zu brechen. Was will ein Kind? Genau, das sich seine Eltern wieder lieb haben und alles wieder so ist wie früher. Und so beschliesst Teo sich, das es nun Zeit wird erwachsen zu werden und das Problem selber in die Hand zu nehmen, wenn es seine Eltern schon nicht schaffen. Und dazu will er eben Napoleons Rat einholen. Nur doof, der ist schon lange tot. Also was ist die kindlich, unschuldige Logik? Er muss sterben. Nur so kann er Napoleon treffen und ihn um Rat ersuchen. 
 
Tja, so weit so gut, nur, Teo merkt schnell das es dann doch nicht so einfach ist. Denn, wo ist das Jenseits? Und vor allem, wie kommt man da hin. Er begibt sich also auf Spurensuche und fragt verschiedene Menschen was sie dazu denken. Das macht's aber nicht einfacher, denn er merkt schnell das jeder seine eigene Vorstellung und Glauben hat, was dies betrifft. Da wären die Katholiken, seine Mutter, mit ihrem Himmel und der Hölle, dann die Atheisten, die davon ausgehen das nach dem Tod einfach nichts ist. Dann wieder um Susu, die an Reinkarnation glaubt oder Xian, der meint man wird zu einer negativen Zahl. 
 
Teo schreibt sich auf was er rausfindet und kommt dann zum Schluss, wie er es machen muss um Napoleon zu treffen, alles ist geplant. 
 
Die Autorin versuchte ein philosophisches Thema in eine Geschichte zu packen in dem sie aus Kinderaugen betrachtet. Was ich an sich total toll finde, doch irgendwie passt das naive dann doch nicht ganz zu Teo. Klar, er ist erst 8 aber ich denke auch ein achtjähriger weiss was es bedeutet tot zu sein. Und hat vielleicht doch ne kleine Ahnung was es für Konsequenzen hat. Die Frage, wie die Eltern dann damit umgehen wenn er sich das Leben nimmt, wird hier gar nicht gestellt. Gut, darum ging's auch nicht. Für mich ein gutes Buch, aber auch nicht mehr. 
 

Fazit

Grosse Fragen des Lebens, betrachtet mit kindlichen Augen. Sicher interssant und es regt an sich diese Fragen mal selber zu stellen. Wer's dann noch nicht getan hat.