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Alexandra

Der Bücherwahnsinn

Hier findet ihr nur meine Rezensionen, wer mehr von mir lesen möchte sollte sich mein Literaturblog Der Bücherwahnsinn anschauen. Würde mich freuen! Ansonsten, hier weiterhin viel Spass!

Das Graveyard Buch - Neil Gaiman

Zur Geschichte
Hallo. Meine Name ist Bod und ich hab eine erstaunliche Geschichte zu erzählen! Die Geschichte von meiner Familie und mir. Und zwar wurde meine erste Familie umgebracht, auch ich hätte nicht überleben dürfen doch ich konnte mich in der letzten Sekunde retten. Auf den Friedhof in unserer Nähe. Und da begegnete ich meiner neuen, zukünftigen Familie die sich herzlich und voller Liebe um mich gekümmert haben, bis jetzt, denn ich bin erwachsen geworden und alles hat sich verändert. Ihr wollt wiessen was ich alles so auf dem Friedhof erlebt habe, wer meine neue Familie wurde und meine einzigen Freunde? Dann setzt euch hin und ich werde es euch erzählen...

 

Der Anfang...

Eine Hand in der Dunkelheit, darin ein Messer. Das Messer hatte einen Griff aus poliertem schwarzen Knochen und eine Klinge, feiner und schärfer als jede Rasierklinge. Das Opfer, in das sie eindrang, spürte den Schnitt gar nicht, jedenfalls nicht sofort.
Das Messer hatte schon fast alles erledigt, weswegen es in dieses haus gekommen war. Klinge und Griff waren feucht davon.


Meine Gedanken zum Buch
Wie immer beginne ich mit dem Äusseren, das fällt einem schliesslich auch als erstes ins Auge. Und gehört für mich genau so dazu, darüber zu reden wie über alles andere. Und dieses Cover find ich wieder mal wirklich toll! Ich finde die Illustrationen von Chris Riddell eh speziell und hat mir schon beim Buch "Ada von Goth und die Geistermaus" so gut gefallen. Leider gibts nur in der englischen Ausgabe die illustrierte Version dieses Buches, was ich wirklich sehr schade finde. Da hätte man doch auch was machen können.


Was aber den Titel angeht, den find ich jetzt nicht grade glücklich. Denn in der Geschichte sucht man nach einem solchen vergebens, ausser man versteht das ganze Buch als das Friedhof Buch. Also die Geschichte über Bod und den Friedhof auf dem er lebt.

 

Was den Schreibstil von Neil Gaiman angeht, den mag ich wirklich sehr, auch wenn ich jedes mal beim Neueinstieg, erst wieder dran gewöhnen musste. Eigentlich ist er gar nicht so viel anders als andere Stile aber irgendwie halt doch. Jaja, ich weiss, sehr speziell *gg* Mir hat er auf alle Fälle gefallen und das ist das wichtigste.

Und was die Geschichte um Bod angeht, die fand ich einfach süss. Bods Familie fällt einem brutalen Mord zum Opfer, doch der Klein kann entkommen. Ganz alleine flüchtete er auf den nahe gelegenen Friedhof wo er als Findelkind von den Bewohnern des Friedhofs aufgenommen und ab diesem Zeitpunkt beschützt wird. Diese Bewohner sind aber keine Friedhofswärter oder Gärtner oder der gleichen, nein, es sind die verstorbenen die dort schon Jahrhunderte begraben liegen. Sie kümmern sich rührend um den Kleinen. Seine Ersatzeltern, die Owens, Silas, sein Vormund der schaut das er immer was zu essen und auch Kleidung hat, und viele andere die mit ihm spielen, ihn Unterrichten und beschützen, den der Mann der seine Familie kaltblütig ermordet hat, ist noch immer auf der Suche nach ihm.

 

Bod wird natürlich grösser, und obwohl er nie alleine ist, tolle Abenteuer erlebt und viele interessante Geschichten zu Ohren bekommt, sehnt er sich irgendwann nach lebenden Freunden, nach der Welt jenseits des Friedhofes und setzt sich so bei Silas durch und schafft es das er auf eine normale Schule gehen kann, was aber leider nicht lange ohne schwerwiegende Folgen bleibt.

 

Bods Leben ist von Anfang an ein Abenteuer, er kann Dinge die sonst keiner kann. Denn nur er sieht Geister, Gestaltwandler und kann durch Wände gehen und noch mehr. Er lernt viel durch all die tollen Geschichten der Friedhofbewohner, wie die Welt da draussen einmal war, aber eben nicht wie es heute ist. Und je älter er wird, je grösser wird sie Sehnsucht auch mal andere Dinge zu sehen, zu lernen. Diese Chance stellt sich in dem Moment als er die Schule besuchen kann, was aber leider nicht lange währt.

Es kommt die Zeit wo er nicht nur "frei" sein will, mehr vom Leben sehen möchte, sondern auch den Mörder seiner Familie finden will um sich zu rächen...

 

Mein Schlussfazit
Wie gesagt, mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Eine Geschichte über Familie, Freunde und Vertrauen. Aber wie das Leben eben so ist, es geht auch ums loslassen, seinen eigenen Weg finden und sich Gefahren stellen wenn sie einem in den Weg kommen. Und es geht natürlich auch darum, Entscheidungen zu treffen.

Ich bin mir aber nicht sicher ob das Buch schon ab 10 geeigent ist. Ich würde es wirklich erst ab 13 empfehlen, einfach weil es doch ziemlich komplex und nicht immer so einfach zum lesen ist.

 

Ich kann euch das Buch nur empfehlen. Es lohnt sich auf alle Fälle.