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Alexandra

Der Bücherwahnsinn

Hier findet ihr nur meine Rezensionen, wer mehr von mir lesen möchte sollte sich mein Literaturblog Der Bücherwahnsinn anschauen. Würde mich freuen! Ansonsten, hier weiterhin viel Spass!

Echo der Toten

Bodyfinder: Das Echo der Toten - Kimberly Derting
Ich verrate euch jetzt ein Geheimnis, welches nur ganz wenige Menschen in meinem Umfeld wissen. Es sind grade mal 4 Personen. Aber du musst mir versprechen das du es niemandem weiter erzählst...

Ich habe eine "Gabe", und zwar kann ich die Aura von Toten, egal ob Mensch oder Tier, warnehmen. Sobald ich in die Nähe eines verstorbenen Wesens komme werde ich auf magische Weise davon angezogen. Ich fühle das "Echo" nicht nur, sondern kann es auch hören und sehen, und jedes, aber wirklich jedes ist anders. So verschieden die Menschen oder Tiere es sind, so sind auch ihre Echos, die sie zurücklassen, verschieden. 
 
Das Ganze begann schon als ich klein war, da waren es aber nur tote Tiere, bis ich eines Tages, da war ich 8, auf ein totes Mädchen stiess. Das war, wie ihr euch vorstellen könnt überhaupt nicht schön. Und ich hoffte das mir das nie, nie wieder passiert. Und bis vor kurzem war das auch so. Als ich nun aber wieder auf eine Leiche, dieses mal einer jungen Frau, stiess wusste ich noch nicht das in unserer kleinen Stadt ein Serienmörder umgeht und ich tiefer darin verwickelt bin als uns allen klar war... 
 
Erster Satz:
Violet Ambrose zog es fort von ihrem Vater, als die sanften Klänge sie wie ein zartes Netz umspannten.


 
Dieses Buch hab ich bei meinem letzten Lesemarathon gewonnen. Damals vor 2 Jahren. Und ja, jetzt endlich hab ich es mal gelesen. Aber ich bin ein klein wenig enttäuscht, ich habe mir etwas mehr erhofft, wie ihr an meiner Bewertung oben sehen könnt. 
 
Aber erst mal zum Buch an sich, das Cover ist mal erfrischend anders, Ein rote Blüte ziert das schwarze Cover, doch kann ich zur Geschichte keinen Zusammenhang finden. Aber egal, das ist ja nicht das Wichtigste. Wobei der Titel wirklich passend ist. Und zur Abwechslung mal vom Amerikanischen übernommen wurde. 
 
Der Schreibstil von Kimberly Derting ist einfach, flüssig und ohne viel Schnick Schnack, aber leider mit etwas viel Wiederholungen. Was mich mit der Zeit echt genervt hat. Und das ganze Liebesgedöns ging mir mit der Zeit auch auf den Nerv, kann aber eben auch an den Wiederholungen gelegen haben. Klar ist man beim ersten mal Verliebsein hin und weg, aber das man dann ständig und immer wieder die ganzen Gedanken festhalten muss, die ja eigentlich jeder kennt und nachvollziehen kann, geben der Geschichte keinen Mehrwert.
 
Die Geschichte hat mich gereizt, genau so wie mich alle anderen Bücher die sich mit dem Thema Tod befassen reizen. Warum? Einfach weil ich neugierig bin wie die Autorin oder der Autor mit dem Thema umgeht. Das Thema Tod und Sterben war schon sehr früh in meiner Kindheit ein Thema, und ich weiss, aus meiner Sicht natürlich, was für Gedanken man sich eventuell macht und sicher auch welche die einem durch den Kopf gehen. Wie andere Menschen damit umgehen und so weiter.Und ich muss sagen, ich kann den Gedanken des "Echos" nachvollziehen, auch wenn ich es vielleicht etwas anders sehe. Egal, die Geschichte ist gut. Aber für mich auch nicht mehr. Sie hat mich unterhalten, aber nicht zum nachdenken gebracht. Schade eigentlich, denn auch Jugendbücher mit interessanten Themen bringen mich, oder können mich zum nachdenken anregen. Dieses aber eben nicht. 
 
Warum? Hm... gute Frage, es war mir dann doch zu oberflächlich, zu vorhersehbar, zu einfach. Ich bin der Meinung das man aus dem ganzen mehr hätte machen können. Aber dazu hat die Liebesgeschichte, die mit der Echo-Geschichte nichts zu tun hatte, oder keinen Einfluss auf sie ausübte, zu viel Platz eingenommen. Es lang wirklich nicht am Plot, denn ich bin davon überzeugt das es Menschen gibt die eine ähnliche Fähigkeit besitzen. 
 
Es lag auch nicht an den Protagonisten, denn Violet ist ein liebenswert, witzig, vielleicht etwas schwer von Begriff in mancher Hinsicht, doch man mag sie eigentlich von der ersten Seite an. Auch ihr Bester Freund Jay. Er weiss über ihre Fähigkeit Bescheid und ist eigentlich immer an ihrer Seite. Er unterstützt sie, beschützt sie und gibt aber auch mal den Tarif durch. So wie es gute Freunde eben tun. Ich mochte auch ihn, auch wenn ich ab und an seine Geduld nicht nachvollziehen konnte. Ich hätte Violet echt mal tüchtig durchgeschüttelt. 
 

Aber alles in allem, ein wirklich netter Roman, kann, muss man aber nicht gelesen haben. 


 

nett, oberflächlich, kurzweilig