618 Follower
65 Ich folge
Alexandra

Der Bücherwahnsinn

Hier findet ihr nur meine Rezensionen, wer mehr von mir lesen möchte sollte sich mein Literaturblog Der Bücherwahnsinn anschauen. Würde mich freuen! Ansonsten, hier weiterhin viel Spass!

Ein Thriller dem die Spannung fehtl und...

Die Mädchenwiese - Martin Krist
Ich bin Laura, Lisas Mutter. Lisa ist 16 und ist verschwunden. Ich wusste das nicht, bis mich die Lehrerin angerufen hat und sagte das Lisa nicht in der Schule, sie doch aber für den Ausflug angemeldet sei. Keiner weiss wo sie ist, nicht mal ihre beste Freundin! Doch Sam, mein kleiner Sohn verriet dann irgendwann das Lisa am Weekend nicht bei ihrer besten Freundin das Wochenende verbracht hat sondern zu ihrem Freund nach Berlin gegangen sei. Nur... Wer ist dieser Freund, ich hatte nicht mal gewusst das sie einen Freund hat, vor allem nicht einen älteren. Zum Glück ist mein Schwager ein Polizist, er half mir als erstes mal das Zimmer von Lisa zu durchsuchen um vielleicht Hinweise zu finden wo sie sein könnte... Alles haben wir gefunden, nur keine Hinweise, ausser darauf das ich keine Ahnung von meinen Kindern habe. Denn unter dem Bett fanden wir....
 
Ach, das ist doch jetzt auch alles egal, ich will Lisa wieder haben! Auf ihrem Handy ist sie nicht zu erreichen, und die Suche erwies sich auch ohne Ergebnisse. Als man dann eine Leiche im Wald fand wusste ich dass es Lisa war... Doch nein! Sie ist es nicht... Aber soll mich das beruhigen? Wird Lisa als nächste im Wald liegen wie diese junge Frau, geschändet, gefoltert... tot!?
 
Die Suche ist ein Wettlauf gegen die Zeit, werden wir sie gewinnen? Ich hoffe es so sehr....


Erster Satz:

Als hätte er nur auf sie gewartet.


... aaahhhhhrrrrgggggg...
 
Ja, das ist das erste was ich gesagt habe als ich das Buch endlich zu ende gelesen habe. Anhand des Einbandes kann man keine Rückschlüsse auf das Buch und die Geschichte schliessen denn ich frage mich bis heute was dieses Mobile mit der Geschichte zu tun hat? Wenigstens stimmt der Klappentext auch wenn der nicht grade viel sagend ist. Aber ich sage ja eh immer, auf den Inhalt kommt es an. Tja, nur der ist eben leider, meiner ganz persönlichen Meinung nach, auch nicht der Hit. 
 
Ehrlich? Ich kann die vielen super guten Rezensionen im Netz nicht ganz nach vollziehen, denn es gibt einfach zu vieles das ein negatives Bild auf das Buch wirft. Da wär zum einen mal der Schreibstil von Martin Krist. Dieser ist mehr als nur gewöhnungsbedürftig. Der Schreibstil ist zwar soweit flüssig und ganz normal geschrieben doch es fängt damit an das die Geschichte aus 5 Sichtweisen geschrieben ist (Lisas, Sams, der Mutter, Alex und Bertas), und eine davon, ich habs erst einige Zeit später raus gefunden, eine Rückblende ist. Als wären das nicht schon mühsam genug, wechselt der Autor innert Maximum 3 oder 4 Seiten zwischen all den Sichtweisen hin und her. Und das macht die Geschichte nicht nur total unruhig sondern es nimmt dem ganzen auch jegliche Spannung, denn jedes mal, aber wirklich jedes mal, bricht er ab, wenn es spannend werden könnte. Wenn ich es anders erklären müsste wär es so als würde man einem kleinen Kind ein Eis vor die Nase halt und immer dann weg ziehen wenn es den Mund auf macht und einen Schleck nehmen will. Gut, das kann man mal machen um die Spannung auf die Höhe zu treiben aber wenn das ständig passiert wird es leider zum Ärgernis. Es macht dann einfach keinen Spass mehr. 
 
Was die Geschichte angeht, bis diese endlich mal spannend werden könnte, geht es eine ganze Weile. Schon im ersten Buch "Kalte Haut" war dies ebso mein Problem. Der Aufbau dauerte und dauerte, man musste knapp das halbe Buch lesen, dann war der Zwischenteil relativ ok aber der Schluss dann, war sehr kurz. Zack bum aus. Und auch dieses mal wars leider genau so. Was mich ebenfalls gestört hat war das Martin Krist mit Klischees nur so umsich warf. 
  • Eine Frau die von ihrem Mann wegen einer jüngeren verlassen wurde. 
  • Jetzt erhebliche Geldprobleme hat und mit den Kindern absolut überfordert ist. 
  • Dann der Ex-Cop, der sein Versagen im Alk ertränkt
  • Der Gangsta mit den Baggy Pants und Kapputzen-Shirt
  • Der übereifrige Polizist 
  • und der ach so liebe und völlig Harmlose Freund der ein sehr dunkles Doppelleben führt. 
 
Man kann erkennen, und ja, ich gebe es zu, das Buch war absolut nicht mein Ding. Über einzelne Mankos hätte ich hinweg sehen können doch alles zusammen ergab ein Paket das es mir wirklich sehr schwer machte das Buch zu Ende zu lesen. 
 
Da die einzelnen Handlungstränge dermassen kurz ausfielen konnte man sich auch nicht wirklich in die jeweiligen Personen Einfühlen. Auch wenn man sich durchaus manchmal ab der Mutter genervt hat, mit Unverständnis auf Bertas Entscheidungen reagiert oder Mittleid mit dem kleinen Sam bekommt, reicht es eben nicht aus um eine Person wirklich plastisch darstellen zu können, denn dazu müsste sie mehr Zeit haben und nicht immer abgewürgt werden.