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Alexandra

Der Bücherwahnsinn

Hier findet ihr nur meine Rezensionen, wer mehr von mir lesen möchte sollte sich mein Literaturblog Der Bücherwahnsinn anschauen. Würde mich freuen! Ansonsten, hier weiterhin viel Spass!

Aufm Dorf ist alles etwas anders...

Hier kann man gut sitzen - Geschichten aus dem Schwarzwald - Pierre M. Krause
Zum Buch
Pierre M .Krause entscheidet sich nach Jahren die Stadt zu verlassen, es kann ja nicht schaden sich einen ruhigeren Ort aus zu suchen um zu leben. Es reicht völlig wenn man seinen Job in der stressigen Stadt verrichten muss, also kann es nur erholsam sein sich aufm Dorf nieder zu lassen. Nur, das es nicht ganz so einfach wird hat konnte er sich nicht vorstellen, doch schnell muss er einsehen dass das Dorfleben und die Dorfbewohner ein ganz eigenes Völkchen sind und sie nach ganz eigenen Regeln funktionieren...
 
Erster Satz:
Grade hilflos bei Google eingetippt: "Wie fängt man ein Buch an?"
 

Meine Meinung
 
Titel und Cover:
Der Titel ist eigentlich ein Satz aus dem Buch und spielt auch auf das dörflerische Leben an. Die Gemütlichkeit und vielleicht auch Langsamkeit ;) Das Cover, nicht sehr originell, find ich, und irgendwie fragt man sich immer was in dem Moment dem Autor da durch den Kopf gehen mag. Hat er resigniert? Ist er gar gelangweilt? Egal... Schliesslich kommts auf den Inhalt an.
 
Schreibstil:
Den fand ich super! Witzig, Ironisch und vor Sarkasmus triefend. Man liest sich leicht durch die verschiedenen Erzählungen und das mit immer währendem Schmunzeln im Gesicht.
 
Geschichte:
Der Autor behauptet strickt das die meisten Ereignisse die er hier so farbig und plastisch zum Besten gibt reine Fantasien sind, zwar 2 oder 3 sich fast genau so zugetragen haben. Doch egal welche es sind, wer auf dem Land lebt, oder da aufgewachsen ist weiss, so ist es. Hier kenn jeden jeden, man kann nichts tun ohne das es der andere weiss! Und der Neue, bleibt auch der Neue... wenigstens für eine gaaaaaaaaanz lange Zeit! 
 
Pierre Krause erzählt nicht nur wie er aufem Dorf aufgenommen wurde, sondern was sich da so Tag täglich ereignet. Welche Hürden man da als Neuer nehmen muss, wie, das bleibt dann wohl jedem selber überlassen. Es fäng ja schon mit der Wohnungsuche an, aber hat man die dann mal, sollte man sich ja bemühen sich in die Gemeinschaft des Dorfes ein zu leben. Und schon wieder etwas wo man von einem Fettnäpfchen ins andere treten kann. 
 
Alles nicht so einfach, Freunde finden, das Trauma mit den Rasenmähern, oder das mit dem Postboten. Oder was man so alles in der Dorfdisco erlebt... Ja ja... Das Landleben ist schön!!!
 
Personen:
Hier geht es vor allem um Herrn Krause, den Autor. Er erzählt von seiner Warte aus das Geschehen und Erleben aufm Dorf. Er, ein Stadtmensch kann sich nur schwer in die Psyche der Dörfler einleben, geschweige einfühlen, alles scheint da ganzanders zu sein als in der Stadt, andere Menschen als er selber. Immer wieder leicht verunsichert, verwirrt oder einfach erstaunt muss er merken das diese Menschen auch nur Menschen sind.
 
Zitat: Seite 145
Das ist die wahre, praktizierte Bedeutung von Toleranz: Gleichgültigkeit.