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Alexandra

Der Bücherwahnsinn

Hier findet ihr nur meine Rezensionen, wer mehr von mir lesen möchte sollte sich mein Literaturblog Der Bücherwahnsinn anschauen. Würde mich freuen! Ansonsten, hier weiterhin viel Spass!

Island-Thriller mit Gänsehauteffekt!

Geisterfjord - Tina Flecken, Yrsa Sigurðardóttir
Zum Buch
Was man nicht alles versucht um der Pleite wie auch dem scheitern einer Beziehung aus dem Weg zu gehen? Oder diese zu retten? Das kann ich euch erzählen. Ich, Katrin, bin mit meinem Mann Gardar und meiner besten Freindin Lif auf die menschenleere Insel Hesteyri, nordwestlich von Island, geflüchtet. Ein Dorf mit Sommerhäusern und eins davon hat mein Mann erworben um das marode Teil zu sanieren und es fit zu machen für Sommergäste. Ja, warum nicht, was haben wir schon zu verlieren? Nichts! Genau so wie meine bester Freundin Lif, ihr Mann ist kürzlich verstorben und begleitet uns und hilft uns bei unserem Vorhaben. Doch irgendwas stimmt auf der Insel nicht! Unser Haus gibt seltsame Geräusche von sich, zudem passieren eigenartige Dinge... Kälte und wenig Heizmaterial wird wohl unsere kleinste Sorge sein... 
 
Zur selben Zeit... 
 
Hier in Isafjördur ist es eigentlich ziemlich ruhig, nicht weils keine Menschen gäbe sondern weil es ein beschauliches Städtchen ist... oder war, denn hier passieren gleich 2 Dinge die doch irgendwie seltsam sind. Ach ja, ich bin Freyr, von Beruf Arzt und Psychiater. Nicht nur das ich zu einem Tatort in einem Kindergarten gerufen werde wo jemand echte Zerstörungswut an den Tag legte, nein es gab auch einen vermeintlichen Selbstmord. Und da dachte die Polizei ich könnte vielleicht mein Wissen in Sachen Psyche mit einbringen und hat mich bei beiden Fällen hinzugezogen. Aber je länger ich da versuche die Puzzleteile zusammen zu fügen um so unheimlicher wir das ganze... 
 
Erster Satz:
Das Boot wurde in einem ungleichmassigen Rhythmus von den Wellen geschüttelt.
 
Meine Meinung:
 
Titel und Cover:
Beides sehr stimmig. Man kann den Titel wörtlich nehmen und das Bild bringt die Gegend gut rüber. Man friert gleich noch etwas mehr, und kann sich vielleicht etwa vorstellen wie Einsam man sich dort fühlen kann. Schön :D 
 
Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr flüssig, locker und doch schafft sie es die Spannung zu halten und die Teile super gut zusammen zu fügen.
 
Die Geschichte:
Hier möchte ich erst mal sagen das mich das Genre, welches der Verlag für dieses Buch ausgesucht hat, etwas verwirrt. Denn es ist für mich eine typische Horrorgeschichte. Klar macht das nichts aus, aber nach dem Schluss wisst ihr was ich meine. Man geht etwasanders an ein Buch heran, find ich. Dennoch hat mir das Buch super gefallen. 
 
Also nun zur Geschichte, eigentlich sind es 3. Die, der Gruppe der 3 jungen Leute, die sich auf die einsame Insel begeben um da sich um die neue Zukunft zu kümmern, dann geht es um die beiden Fälle die Freyr zugewiesen wurden und es geht um seine Vergangenheit.
 
Yrsa Sigurdardottir hat es geschafft die vielen Handlungstränge zusammen zu bringen, den roten fanden nicht zu verlieren und dennoch nicht in die Gefahr lief die Spannung zu verlieren. 
 
Der Geschichten entwickeln sich ziemlich schnell, man wird gleich in das geschehen hinein katapultiert und man macht sich schon die ersten Gedanken, nur um sie später zu verwerfen. Man studiert und grübelt was da eigentlich passiert... vor allem aber denkt man viel darüber nach wie es einem selber in einer solchen Situation ginge, vor allem bei den 3. auf der Insel... Also danke, da kriegen mich sicher keine 100 Pferde hin! Nicht weils dort einfach nur einsam ist, sondern viel zu kalt, kein Strom, kein fliessend Wasser, keine Toilette!! Das alleine würde schon für Horror pur reichen aber die Dinge die da passieren sind wirklich sehr ... sehr eigenartig!
 
Personen:
Ich möchte eigentlich jetzt nicht alle aufzählen aber Lif, echt, so was kann eine Beste Freundin sein? Na ja... ich weiss ja nicht, also ihr Charakter und Art ist ja wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Da muss man schon sehr.... seeeeehr tolerant sein um so was zu ertragen. 
 
Und Freyr? Er ist mir sehr sympathisch, auch wenn er etwas abweisend wirken mag, doch dies ist eigentlich nur ein Selbstschutz, und das kommt auch gut rüber. 
 
So oder so, die Autorin hat es geschafft die verschiedenen Charaktere wirklich plastisch zu machen, man nimmt jedem ab das er so ist, wie er eben dargestellt wird.
 
FAZIT: Ein Island-Thriller mit Gänsehauteffekt und der eigentlich eine Horrorstory ist ;)